Test zum Mobiltelefon Nokia C5
Darum geht es: Das Nokia C5 ist ein gradliniges Smartphone, das mit seinen auf das Wesentliche beschränkten Funktionen vor allem Einsteiger ansprechen soll. Das in weiß und grau verfügbare Gerät ist Quad-Band-fähig, funktioniert also in fast allen Mobilfunknetzen weltweit. Für die schnelle Internet-Verbindung steht UMTS zur Verfügung. Weiterhin verbirgt sich im Gehäuse eine 3,2 Megapixel starke Fotokamera, die mit bis zu 1536 x 2048 Bildpunkten aufnehmen kann.
Der Clou: An der Vorderseite findet sich neben dem Display eine zweite, kleinere Kamera mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten. Diese ist für Videotelefonie-Anwendungen gedacht, wie man sie beispielsweise von „Skype“ her kennt. Daneben steht ein A-GPS-Modul bereit, das Sie in vielen Ländern dieser Welt zum Ziel führen kann.
Positiv: Das Gerät liegt sehr angenehm in der Hand und wirkt angemessen, wenn auch nicht überragend, verarbeitet. Die Tastatur hat die gewohnte Nokia-Qualität: Nichts wackelt, starker Druckpunkt – so muss es sein. Das „C“ im Namen steht für „Classic“: Entsprechend ist die Bedienoberfläche eingängig und sinnvoll gestaltet, so dass sich auch Mobilfunk-Einsteiger schnell zurechtfinden sollten.
Vom Konzept her ist das Smartphone mit dem Nokia S60 weitgehend identisch. Ein großes Lob verdient Nokia für die kostenfreie Navigationslösung, die zwar mit einem „TomTom“ nicht mithalten kann, insgesamt aber zuverlässig und schnell arbeitet – für den Weg zum Hotel am Urlaubsort reicht das allemal aus.
Negativ: Ein großes Minus des Nokia C5 ist die fehlende WLAN-Funktionalität. Wer ins Internet gehen will, ist somit auf seinen Netzprovider angewiesen. Als nächstes fällt das nur 2,2 Zoll große Display ins Auge: Für ein modernes Smartphone ist das nicht mehr zeitgemäß. Vor allem Video-Wiedergabe wird hier sehr deutlich eingeengt, so dass Multimedia auf dem Nokia C5 keinen großen Spaß macht.
Die 3,2 Megapixel-Fotokamera lieferte durchwachsene Ergebnisse. Während die Aufnahmequalität bei Sonne im Freien sehr gut ist, weisen Schnappschüsse in der Dämmerung ein deutliches Rauschen auf. Die zweite Kamera dagegen entpuppt sich als nette, aber für viele Käufer unnütze Dreingabe: Der Durchbruch der Videotelefonie lässt derzeit noch auf sich warten, da nur relativ wenige dazu fähige Endgeräte im Umlauf sind.
Fazit: Das Nokia C5 ist ein geeignetes Smartphone für Einsteiger, das sich gekonnt auf die wesentlichen Aufgaben eines Mobiltelefons konzentriert. Von anderen Handys des unteren Preissegments hebt sich das C5 durch eine vollwertige Navigationslösung ab. Die zweite Fotokamera auf der Display-Seite klingt indes nur auf dem Papier spektakulär, in der Praxis wird das Feature eher selten genutzt.
- einfaches Bedienkonzept
- gute Tastatur
- gelungene, kostenfreie Navigation
- zweite Kamera
- kein WLAN
- kleines Display
- Kamera schwächelt bei schwierigen Lichtverhältnissen
1 Kommentar
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