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Google-Killer oder zahnlose Tiger?
Google fürchtet keine Konkurrenz. Im Gegenteil: Es gibt mehr als 160 Suchmaschinen weltweit, jeden Monat kommt eine neue hinzu. Sie alle haben Google bisher große Freude bereitet, denn das Wasser konnte dem Such-Titan niemand reichen. Bisher jedenfalls. Es dürfte den Jungs aus Mountain View ein verschmitztes Lächeln ins Gesicht getrieben haben, sofern sie denn in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen im deutschen Web wahrgenommen hätten: Von den neuen Google-Killern war zu lesen. Endlich wird der Monopolist vom Thron gestoßen. Wird er?
Viel Hoffnung haben Google-verdrossene in Wolfram Alpha gesetzt. Doch die neue Suchmaschine aus Champaign im US-Staat Illinois ist gar keine Such- sondern eine Antwortmaschine. Sie bedient sich semantischer Technologien, soll den Kontext einer Frage erkennen. Der große Unterschied: Nutzer tippen keine Suchwörter, sondern Fragen in den Suchschlitz. Die schlaue Software erkennt den inhaltlichen Zusammenhang und liefert die passende Antwort – soweit die Theorie. In der Praxis hat das System noch große Lücken. Zu gewaltig sind die Datenmengen, die verarbeitet werden müssen. Wolfram Alpha – bisher nur für englische Sprache einsetzbar – dürfte noch eine ganze Weile benötigen, um sich mit Google messen zu können.

Bei Hulbee kann der User sogar ohne Tastatur suchen.
Die Ende 2008 gestartet Suchmaschine Wefind hingegen integriert diverse vertikale Spezialsuchmaschinen. Neben Standards wie News, Blogs, Videos oder Bildern werden die Ergebnisse auch sehr speziellen Kategorien – zum Beispiel Arbeitgeber, Ärzte oder Theater – zugeordnet und strukturiert gelistet. Ebenfalls seit gut einem Jahr gibt es Cuil.com. Die Suchergebnisse sollen deutlich relevanter sein als die bekannter Suchmaschinen, versprechen die Betreiber. Auch durchsuche man weitaus mehr Seiten im Web als jede andere Suchmaschine – nach Angaben von Cuil drei mal mehr als Google und zehn mal mehr als Microsoft. Im Mai dieses Jahres startete eine deutsche Version. Doch der große Durchbruch blieb auch ihr bisher versagt.
Im Frühjahr dieses Jahres ist Hulbee angetreten. Die Suchmaschine greift auf den Suchindex von Yahoo zurück. Die Besonderheit: Bei Hulbee kann der User sogar ohne Tastatur suchen. Möglich macht dies eine so genannte Wissenskarte – eine Tag-Cloud für Suchergebnisse. Ein Mausklick auf den jeweils passenden Begriff führt den Nutzer immer tiefer in die Suche – bis zum gewünschten Ergebnis.

Suchen, Entdecken, Navigieren: Das sind die Haupteigenschaften von Mageleo
Erst seit wenigen Wochen ist die Suchmaschine Mageleo am Start. Der Name ist eine Wort-Zusammensetzung aus Magellan und Galileo. Suchen, Entdecken, Navigieren: Das sind die Haupteigenschaften, welche die Betreiber der neuen Suchmaschine zuschreiben. Die Treffer werden kategorisiert dargestellt. Zoombare Vorschaufenster, vordefinierte Suchanfragen oder eine Quellenauswahl sollen für mehr Übersichtlichkeit sorgen.
Wirklich gefährlich könnten dem Internetgiganten Google in absehbarer Zeit aber wahrscheinlich höchstens Bing und Twitter werden. Bing glänzt allerdings bisher nur in der amerikanischen Version mit mächtigen Funktionen. Dass Google um neue Features wetteifert, darf bezweifelt werden. Denn schon immer hat der Suchgigant seine Nutzer und nicht seine Wettbewerber in den Fokus gerückt. Aber genau hier liegt auch das Problem: Inhalte ändern sich heute sekündlich und User erwarten ebenso aktuelle Ergebnisse. Dies scheint das erste Mal zu sein, dass Google sich mächtig strecken muss. Die Twittersuche findet Informationen in Echtzeit – wenn auch im begrenzten Twitter-Universum. Googles Suchergebnisse sind hingegen mindestens vier bis fünf Minuten alt. Im Echtzeit-Web eine halbe Ewigkeit.
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de erstellt worden.
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