Erst mit Zusatztools macht Twitter richtig Spaß. Und davon gibt es reichlich, denn den beliebten Microblogging-Dienst kennzeichnet bisher vor allem eines: Die Benutzung ist simpel. Eine Nachricht hat 140 Zeichen, wer sich für Texte anderer Nutzer interessiert, abonniert sie. Außerdem kann nach Schlagworten gesucht werden. Zu simpel für einen viel genutzten Dienst, finden etliche User, die diverse Funktionen vermissen. Doch Twitter hält sein Angebot bewusst schlank. Wer es opulenter mag, kann auf unzählige nützliche Zusatzprogramme zurückgreifen. Mehr als 400 verschiedene Tools sind am Start. Kostenfrei.

Wer Kontakt zur Sängerin Britney Spears, den US-Präsidenten Barack Obama, der renommierten Fernsehmoderatorin Oprah Winfrey oder anderen bekannten Persönlichkeiten aufnehmen möchte, kann dies sehr schnell mit Wefollow tun. Das Tool listet bekannte Twitterer übersichtlich in Kategorien – Schauspieler und TV-Stars finden sich hier neben namhaften Bloggern und Social Media Jüngern.
Via Twitpic stellen die Stars und Sternchen gern auch eigene Fotos online. Twitpic ist ein beliebter Klassiker, um die Stakkato-Kommunikation bildlicher zu machen. Über diesen Dienst können Twitter-Nutzer Fotos direkt über die Plattform, per E-Mail oder via Handy einstellen und so anderen Twitterern zugänglich machen.
Zu den bekanntesten Twitter-Tools zählen Tweetdeck und Hootsuite. Tweetdeck ist eine Art persönlicher Meldungs-Browser für Twitter, Facebook und Myspace. Direkte Nachrichten, Favoriten, neue Follower oder aktuelle Ergebnisse zu definierten Suchbegriffen werden übersichtlich in Spalten aufgezeigt. Kontakte können gruppiert werden.
Im Gegensatz zum Tweetdeck ist Hootsuite eine Online-Applikation. Mit einem Mausklick ist man in der Lage, Nachrichten für die großen sozialen Netzwerke Facebook, Wordpress, MySpace, LinkedIn und anderen zu aktualisieren. Auch Zugriffsstatistiken und eigene Links lassen sich so verfolgen. Besonders komfortabel: Ein Zeitplaner, um das Absetzen der Statusmeldungen im Voraus zu automatisieren.

Natürlich darf auch eine Suche nicht fehlen. Neben der Original-Twitter Suche gibt es noch eine handvoll weiterer Möglichkeiten, zum Beispiel via Twazzup – eine Realtime-Suche, die auch explizit deutsche Tweets durchforstet.
Mit Twtpoll können Nutzer sogar eigene Umfragen auf Twitter starten. Die Befragung kann auch auf Blogs oder klassischen Websites eingebunden werden, ebenso wie die resultierenden Ergebnisse.
Mit Xefer können Twitter-User auswerten, zu welchen Zeiten sie selbst oder andere Nutzer besonders häufig zwitschern. Tweetoclock analysiert dann die persönlichen Bestzeiten, zu denen man mit seinen Nachrichten den größten Buzz verursacht hat.
Konsequent ist es dann nur, auch Twuffer einzusetzen: Ein nützliches Tool, um die Veröffentlichung seiner Tweets zeitlich zu planen. Mit diesem Tweet-Timer kann man seine Nachrichten vorschreiben und dann automatisch zu den definierten Zeiten publizieren lassen.

Um die Sache qualitativ abzurunden, können User dann auf Tools wie Tweetrank zurückgreifen. Es zeigt, wie sich die eigenen Tweets auf die Follower-Zahl auswirken – welche Nachrichten erfolgreich waren und welche nicht.
Wem das weltweite Gezwitscher zu viel ist, hört sich besser in seiner Stadt um. Twitterlocal zeigt den Nutzern Tweets aus beliebigen Regionen. Nur wie man seine Botschaften sinnvoll in 140 Zeichen packt – dafür gibt es keinen Automatismus. Das ist – und bleibt – Kopfarbeit.