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Archiv des Tags Suchmaschinen

Dezember
08:00 Uhr

Die persönliche Suchmaschine

geschrieben von Alexander Hüsing

Individualität ist Trumpf, Standardlösungen sind out. Nur bei Suchergebnissen funktioniert diese Maxime noch nicht. kikin will dies ändern. “Wir haben kikin gegründet weil wir frustriert waren, dass die meisten Webseiten jeden Besucher als exakt den Gleichen betrachten und demnach ein und das Selbe Internet-Erlebnis präsentieren”, heißt es in der Sebstbeschreibung des kürzlich gestarteten Dienstes. Suchresultate, die lediglich das Ergebnis einer Formel von Algorithmen seien, lieferten nur selten Ergebnisse die wirklich relevant für den individuellen Nutzer seien. Das Start-up mit Sitz in Berlin und New York wird von Carlos Bhola geführt. Daneben gehören Andreas Rührig, Gerald Kropitz (beide ehemals Wazap), Fabian Siegel (ehemals clickanbuy) und Richard Weaver zur Führungsmannschaft des jungen Unternehmens.

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Die kikin-Mannschaft will das unpersönliche Suchmaschinenchoas mit einem Browser-Plugin lösen. Nach der Installation prüft kikin die Browserhistorie und zeigt künftig individuelle Suchergebnisse bei YouTube, Twitter oder Facebook vor den Standardergebnissen bei Google oder Bing an. Weitere Dienste, die kikin derzeit einbaut sind: Amazon, Clipfish, eBay und MyVideo. Die gewünschten Dienste lassen sich über ein Menü ein- und ausschalten. Dank der Facebook- und Twitter-Einbindung lässt sich so über ein simple Googlesuche der Newsfeed von Freunden und Kontakten durchsuchen. Einziger Nachteil: Die Installation. Schon etliche Dienste sind an der Downloadhürde gescheitert.

In Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de

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November
16:00 Uhr

Wer online sucht, findet schneller

geschrieben von Maren Fliegner

100 Stunden mehr Freizeit jährlich durch eine verringerte Suchzeit – so lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie, in der mehr als 2.500 Personen nach ihren Such- und Recherchegewohnheiten bezüglich Immobilien, Autos, Jobs, Partnern oder Versicherungen befragt wurden.

Die Studie wurde von Scout24, eine der führenden Unternehmensgruppen von Online-Marktplätzen in Europa, und dem Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführt. Per Telefon- und Online-Umfrage wurde dabei der gravierende Zeitunterschied zwischen Online- und Offline-Suchen ermittelt: So hätten die konventionell Suchenden für ihre Recherchen bei Maklern, Händlern oder Beratern durchschnittlich 153 Stunden pro Person gebraucht, während Suchende, die Angebote ausschließlich online einholten und verglichen, schon nach 52 Stunden fündig wurden.

Auf das ganze Jahr und die deutsche Bevölkerungszahl hochgerechnet ergibt das die unfassbare Summe von 624 Millionen Stunden. Für den Einzelnen wären das laut Pressemitteilung zum Best Match Survey „vier Tage, die jeder Onliner mehr mit seiner Wunschimmobilie, dem Traumauto oder Partner fürs Leben verbringen kann.“ Zeitersparnis als Segen des Internets – oder auch nicht, wenn man an die vielen Online-Angebote zum Zeittotschlagen denkt, mit denen man ebendiese vier ersparten Tage schnell wieder ‚ausgeben’ kann.

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Oktober
08:00 Uhr

Suchmaschine mit Übersicht

geschrieben von Yvonne Ortmann

Seit es Suchmaschinen im Internet gibt, existiert auch der Wunsch, sie zu optimieren. Diesem Ziel hat sich nun das Suchportal mageleo verschrieben. Neben der persönlichen Gestaltung des Informationsangebotes will das Wuppertaler Unternehmen mit einer übersichtlichen Trefferanzeige überzeugen. Die drei Gründer Jürgen Herzog, Stefan Orth und Martin Schüßler entstammen alle der IT- & Softwarebranche. “Wir sind mit einem anderen Anspruch gestartet – als nur eine reine Suchmaschine mit Suchergebnis-Listen zu platzieren. Da dies andere Suchmaschinen schon lösen – will mageleo dem suchenden User als Assistent für seine Onlinesuche mit einem streng am Kundennutzen ausgerichtetem Suchportal zur Verfügung stehen”, sagt Jürgen Herzog, Leiter strategische Entwicklung bei mageleo.

Mit mageleo persönlicher suchen.

Dank mageleo mehr Übersicht beim Suchen.

Damit Nutzer leichter auf für sie relevante Informationen stoßen, gibt es bei mageleo eine Unterteilung in sechs Top-Kategorien. Gibt man in der Kategorie “Shopping” beispielsweise den Begriff Müsli ein, erhält man zehn relevante Unterkategorien. Diese reichen von “Delikatessen” über “Tierbedarf” bis zu “Getränke” und sind – gestaffelt nach ihrer Trefferquote – grafisch aufgelistet. Darüber hinaus gehören zoombare Vorschaufenster, ein integriertes Einkaufsportal und eine Flugbörse zum Konzept. Da mageleo “mehr als eine reine Suchmaschine” sein will und auf die persönliche Identifikation mit der Plattform setzt, gibt es zusätzliche Tools wie “meine Stadt”, “mein Wetter” und “meine Karte”.

In Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de

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August
12:00 Uhr

Google-Killer oder zahnlose Tiger?

geschrieben von Karsten Zunke

Google fürchtet keine Konkurrenz. Im Gegenteil: Es gibt mehr als 160 Suchmaschinen weltweit, jeden Monat kommt eine neue hinzu. Sie alle haben Google bisher große Freude bereitet, denn das Wasser konnte dem Such-Titan niemand reichen. Bisher jedenfalls. Es dürfte den Jungs aus Mountain View ein verschmitztes Lächeln ins Gesicht getrieben haben, sofern sie denn in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen im deutschen Web wahrgenommen hätten: Von den neuen Google-Killern war zu lesen. Endlich wird der Monopolist vom Thron gestoßen. Wird er?

Viel Hoffnung haben Google-verdrossene in Wolfram Alpha gesetzt. Doch die neue Suchmaschine aus Champaign im US-Staat Illinois ist gar keine Such- sondern eine Antwortmaschine. Sie bedient sich semantischer Technologien, soll den Kontext einer Frage erkennen. Der große Unterschied: Nutzer tippen keine Suchwörter, sondern Fragen in den Suchschlitz. Die schlaue Software erkennt den inhaltlichen Zusammenhang und liefert die passende Antwort – soweit die Theorie. In der Praxis hat das System noch große Lücken. Zu gewaltig sind die Datenmengen, die verarbeitet werden müssen. Wolfram Alpha – bisher nur für englische Sprache einsetzbar – dürfte noch eine ganze Weile benötigen, um sich mit Google messen zu können.

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Bei Hulbee kann der User sogar ohne Tastatur suchen.

Die Ende 2008 gestartet Suchmaschine Wefind hingegen integriert diverse vertikale Spezialsuchmaschinen. Neben Standards wie News, Blogs, Videos oder Bildern werden die Ergebnisse auch sehr speziellen Kategorien – zum Beispiel Arbeitgeber, Ärzte oder Theater – zugeordnet und strukturiert gelistet. Ebenfalls seit gut einem Jahr gibt es Cuil.com. Die Suchergebnisse sollen deutlich relevanter sein als die bekannter Suchmaschinen, versprechen die Betreiber. Auch durchsuche man weitaus mehr Seiten im Web als jede andere Suchmaschine – nach Angaben von Cuil drei mal mehr als Google und zehn mal mehr als Microsoft. Im Mai dieses Jahres startete eine deutsche Version. Doch der große Durchbruch blieb auch ihr bisher versagt.

Im Frühjahr dieses Jahres ist Hulbee angetreten. Die Suchmaschine greift auf den Suchindex von Yahoo zurück. Die Besonderheit: Bei Hulbee kann der User sogar ohne Tastatur suchen. Möglich macht dies eine so genannte Wissenskarte – eine Tag-Cloud für Suchergebnisse. Ein Mausklick auf den jeweils passenden Begriff führt den Nutzer immer tiefer in die Suche – bis zum gewünschten Ergebnis.

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Suchen, Entdecken, Navigieren: Das sind die Haupteigenschaften von Mageleo

Erst seit wenigen Wochen ist die Suchmaschine Mageleo am Start. Der Name ist eine Wort-Zusammensetzung aus Magellan und Galileo. Suchen, Entdecken, Navigieren: Das sind die Haupteigenschaften, welche die Betreiber der neuen Suchmaschine zuschreiben. Die Treffer werden kategorisiert dargestellt. Zoombare Vorschaufenster, vordefinierte Suchanfragen oder eine Quellenauswahl sollen für mehr Übersichtlichkeit sorgen.

Wirklich gefährlich könnten dem Internetgiganten Google in absehbarer Zeit aber wahrscheinlich höchstens Bing und Twitter werden. Bing glänzt allerdings bisher nur in der amerikanischen Version mit mächtigen Funktionen. Dass Google um neue Features wetteifert, darf bezweifelt werden. Denn schon immer hat der Suchgigant seine Nutzer und nicht seine Wettbewerber in den Fokus gerückt. Aber genau hier liegt auch das Problem: Inhalte ändern sich heute sekündlich und User erwarten ebenso aktuelle Ergebnisse. Dies scheint das erste Mal zu sein, dass Google sich mächtig strecken muss. Die Twittersuche findet Informationen in Echtzeit – wenn auch im begrenzten Twitter-Universum. Googles Suchergebnisse sind hingegen mindestens vier bis fünf Minuten alt. Im Echtzeit-Web eine halbe Ewigkeit.

Artikel zum Thema
* Krieg der Welten 2.0: Google vs. Bing
* Großangriff auf Google
* Google motzt seine Suche auf
* Google Maps erkundet die Umgebung
* Bing wächst und gedeiht
* Und es hat Bing gemacht

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August
12:00 Uhr

Krieg der Welten 2.0

geschrieben von Karsten Zunke

Die beiden Kontrahenten Google und Bing wetzen weiter die Messer und wollen mit ständig verbesserten Such-Ergebnisssen brillieren. Für die Nutzer auf den ersten Blick eine gute Sache, aber es hat auch unerwartete Nebeneffekte: Denn so leicht lassen die Internetgiganten niemanden mehr von dannen ziehen, der einmal ihr Universum aus Spezial-Suchen und Services betreten hat.

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Wer bei Google sucht, bekommt viele Treffer von eigenen Diensten angezeigt

Videos von Youtube, Standortkarten aus Google-Maps, Nachrichten von Google News, Ergebnisse der Google Bilder- und Blogsuche oder zur Anfrage passende Waren aus der hauseigenen Produktsuche. Still und heimlich verortet Google das World Wide Web in einem Google-Universum und spickt die begehrte erste Suchergebnis-Seite mit Treffern aus den eigenen Diensten.

Google nennt es Universal Search und bietet seinen Nutzern immer mehr Suchtreffer aus der eigenen Galaxis: Mittlerweile drängen so viele Spezialdienste auf die erste Seite, dass man bei manchen Begriffen mächtig scrollen muss, um auch Suchtreffer Nummer zehn zu Gesicht zu bekommen. Doch die smarten Jungs haben ernsthafte Konkurrenz bekommen.

Bing treibt diese Entwicklung auf die Spitze

Bing schickt sich an, Googles Universal Search en passant zu schlagen und treibt diese Entwicklung sogar auf die Spitze. Wer verreisen möchte, klickt auf der US-Startseite der neuen Suchmaschine beispielsweise einfach den Menüpunkt Travel an. Auf der nächsten Seite Abflug und Ankunftsort sowie Reisezeit eingegeben, schon sucht Bing passende Flüge. Die komplette Reiseplanung läuft unter Bing.com. Die Ergebnisse sind kategorisiert nach Zeiten, Zwischenstopps, Airlines, Flughäfen, Flugdauer und den Preisen. Erst zur Buchung wird der Nutzer von der Suchmaschine entlassen und der jeweiligen Airline übergeben.

Auch wer via Bing ein Hotel in New York sucht, findet nicht nur eine Kartendarstellung zur geografischen Lage, sondern diverse Kategorisierungen: Fitness-Center, Swimmingpool und Internetanschluss sind ebenso Selektionsmöglichkeiten wie der Name der Hotelkette oder die Preiskategorie. Die amerikanische Pendants von Websites wie Hotel24 oder HRS sind damit für den Bing nutzenden US-Bürger überflüssig. Selbstverständlich können sich Reiselustige ihre potenziellen Unterkünfte auch aus der Vogelperspektive betrachten: sowohl als Satellitenaufnahme als auch in Form eines schrägen Luftbildes. Noch sind diese Dienste leider – oder aus Sicht von HRS & Co. eher zum Glück – nur in der US-Version von Bing vorhanden.

Bing liefert auch ausführliche Hotelinfos

Bing liefert auch ausführliche Hotelinfos

Internet-User dürfen sich insgesamt über mehr Suchkomfort und bessere Entscheidungshilfen freuen. Neben der bequemen Suche führt diese von Google und Bing forcierte Entwicklung aber auch zu einem: Der Nutzer taucht in das Universum von Microsoft oder in das von Google ein – tiefer denn je.

Erinnerungen an die Anfangszeit des Netzes

Parallelen zur Entstehungszeit des kommerziellen Internets tun sich auf: 1994 sortierten die US-Studenten David Filo und Jerry Yang die damals noch überschaubare Anzahl an Websites nach einer thematischen Hierarchie. Es war die Vorstufe der heutigen Suche. Ein Jahr später gründeten sie Yahoo. In Deutschland war das Internet zu jener Zeit noch hauptsächlich eine geschlossene Veranstaltung. Zutritt zu AOL hatte beispielsweise nur, wer eine proprietäre Zugangssoftware nutzte und sich entsprechend einwählte. Dann konnte er munter über diverse AOL-Angebote und weitere ausgewählte Inhalte von diversen Partnern surfen. Es gab zwar auch Seiten außerhalb dieser Welten – aber warum hätte man sie ansteuern sollen?

Artikel zum Thema
* Großangriff auf Google
* Google motzt seine Suche auf
* Google Maps erkundet die Umgebung
* Bing wächst und gedeiht
* Und es hat Bing gemacht

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Juli
12:05 Uhr

Wirklich günstig fliegen

geschrieben von Julia Schwabe

Jeder kennt das Problem mit teueren Billigfliegern: Eigentlich wollte man nur einen günstigen Flug buchen, doch  kaum klickt man weiter ist dieser durch Gebühren und Steuern oft mehr als doppelt so teuer. Wer dennoch nach echten Flugschnäppchen suchen möchte, ist bei Flug-Suchmaschinen wie swoodoo oder Fly.de genau richtig.

Die Münchner Meta-Suchmaschine swoodoo ging im März 2007 online und hat sich seit dem zur führenden Flug-Suchmaschine Deutschlands entwickelt. Swoodoo durchforstet komplett kostenfrei nahezu alle Datenbanken von Airlines und Online-Reisebüros und bietet dabei wirklich viel Komfort: Die Suchmaschine listet Billig-, Ferien- und Linienflieger auf, kombiniert Hin- und Rückflüge verschiedener Airlines und leitet auf die Websites des günstigesten Anbieters weiter.

Fly.de

Ebenfalls aus München stammt die sehr klar strukturierte und besonders benutzerfreundliche Seite Fly.de. Seit April 2005 online, kombiniert sie als einziger Anbieter Billig-, Charter- und Linienflüge und bietet insbesondere mit der Suchfunktion Best Mixx günstige Angebote für Hin- und Rückflüge mit verschiedenen Airlines. Darüber hinaus zeigt die Suche auf Wunsch auch Flüge von Nachbar-Flughäfen. Ein besonderes Schmankerl ist die Detailansicht der Hotels im geplanten Reiseziel. Im Bereich “Lastminute- & Pauschalreise” können sich Urlaubsuchende anhand der Funktionen “HotelClip”, “Katalog” sowie “Tips & Deals” zusätzliche Informationen und Bildmaterial anzeigen lassen. So macht die Flugsuche Spaß. Und teuere Billigfliege gehören dank swoodoo und Fly.de der Vergangenheit an.

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Juli
12:05 Uhr

Orientierungslos im Web!?

geschrieben von Alexander Hüsing

Suchmaschinen sind die Verteilerkästen im World Wide Web. Dienste wie Google und Co. sorgen dafür, dass Online-Nutzer zu den Informationen gelangen, die sie suchen. Ohne Suchmaschinen wäre das Internet vermutlich noch kein Massenmedium. Der Großteil der Nutzer würde viele interessante Webseiten überhaupt nicht finden und spannende Webprojekte würden deutlich weniger Nutzer auf sich aufmerksam machen können. Eine Finanzierung von Web-Projekten wäre somit sehr wahrscheinlich noch viel schwieriger als es ohnehin schon ist. Nach einer repräsentativen Online-Umfrage des Marktfoschers Fittkau & Maaß im Auftrag der Marketing-Agentur eprofessional würden knapp 60 % der deutschen Internet-Nutzer Suchmaschinen sehr vermissen: 16 % davon gaben an, ohne Suchmaschinen im Internet orientierungslos zu sein. Die restlichen 43 % würden ihren Surfhorizont ziemlich eingeschränkt sehen, wenn sie Google nicht mehr für die Internetsuche benutzen könnten.

Nur ein Drittel der deutschen Internet-Nutzer behauptet, auch ohne Suchmaschinen im Internet einigermaßen zurechtzukommen. Zwei Prozent sehen auch ohne Google keine Auswirkungen auf ihre Orientierungsfähigkeit im Netz. “Suchmaschinen sind gewissermaßen der Gatekeeper, wenn Verbraucher sich im Internet auf die Suche nach Produkten und Dienstleistungen begeben”, sagt Martin Hubert, Geschäftsführer von eprofessional. “Wer dort nicht sichtbar ist, existiert für die Mehrheit der deutschen User nicht”. Wie bedeutend die Suchmaschinen für das Internet sind zeigt die Anzahl der täglichen Suchanfragen: Allein in Deutschland werden Tag für Tag mehr als 123 Millionen Suchanfragen gestellt. Die Suche dürfte damit die häufigste Tätigkeit im Internet überhaupt sein.

Ohne Suchmaschinen wäre das Internet kaum zu gebrauchen

Es bleibt die Frage: Wie sähe das Internet ohne Suchmaschinen aus? Vermutlich würde es – wie in den Anfangszeiten des Internets – diverse Online-Angebote geben, die regelmäßig in Kurzform über spannende Internetseiten berichten. Viele Menschen würden Sammlungen zu bestimmten Themen wie Sport, Wirtschaft, Comics anlegen und diese im Netz veröffentlichen. Letztendlich sind aus solchen Sammlungen viele Web-Verzeichnisse entstanden. Diese wurden dann später von den reinen Suchdiensten abgelöst. Das Internet wäre heutzutage ohne diese Suchmaschinen kaum zu gebrauchen. Ohne Suchmaschinen hätte sich das Internet aber auch kaum in der heutigen Form entwickelt.

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Juli
12:05 Uhr

Bing wächst und gedeiht

geschrieben von Alexander Hüsing

Vor wenigen Wochen mottete Microsoft seinen Suchmaschinen-Dienst MSN Live Search ein und schickte stattdessen Bing ins Rennen. Das allgemeine Fazit direkt nach dem Start lautete: Die Volltextsuche liefert zwar viele relevante Ergebnisse ohne Spam, im Vergleich zu Google sind die Ergebnisse aber leider oftmals sehr dünn. Auch die Newssuche ist äußerst schwach. Bing kann vor allem mit der Bildersuche punkten. Zahlreiche Onliner testeten die neue Suchmaschine in den vergangenen Wochen auf Herz und Nieren. Im Juni rangiert Bing in Deutschland unter den meistgenutzten Internetsuchmaschinen bereits auf dem vierten Platz. Insgesamt 5,2 Millionen Nutzern, das entspricht 11,4 % der aktiven Internetnutzer in Deutschland, schauten laut NetView, einem Service des Marktforschers Nielsen, bei Bing vorbei.

Unangefochten an der Spitze der meistgenutzten Internetsuchmaschinen in Deutschland steht weiter Google. Der Suchmaschinengigant verzeichnete im Juni mit über 35 Millionen Nutzern fast sieben Mal mehr Besucher als der neue Herausforderer Bing. Auf den weiteren Plätzen landen die T-Online Suche und Ask.com. In den USA legte Microsoft dank Bing im lukrativen Suchmaschinenmarkt ebenfalls leicht zu: Laut Marktfoscher ComScore stieg der Suchmaschinenmarktanteil von Microsoft von 8 auf 8,4 %. Dickschiff Google blieb unverändert bei 65 %. Mitbewerber Yahoo musste dagegen leicht Federn lassen: Der Marktanteil fiel von 20,1 auf 19,6 %. In Deutschland rangiert Yahoo mit 3,1 Millionen Nutzern bereits deutlich hinter Bing.

Die populärsten Suchmaschinen in Deutschland

Nutzer in Mio. Reichweite in %
1.
Google Search 35,552 78,65
2. T-Online Suche 6,928 15,33
3. Ask.com 5,548 12,27
4. Bing Web 5,168 11,43
5. Yahoo! Search 3,060 6,77
6. Mister Wong 2,395 5,30
7.
AOL Search 1,790 3,96
8. Web.de Suche 1,606 3,55
9.
MSN/Windows Live 0,434 0,96
10. Searchdevil 0,422 0,93

* Nielsen Online, NetView, Germany, @home&work, Juni 2009, Kategorie: Search (nur Web-Search)

Artikel zum Thema
* Und es hat Bing gemacht

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Juni
16:00 Uhr

Spezialisierte Suchmaschinen suchen besser

geschrieben von Julia Schwabe

Im Wochentakt wird Google von neuen Suchmaschinen herausgefordert. Sie wollen bessere Antworten finden, aktueller sein und sogar bei Lebensentscheidungen helfen. So dominant Google, mit seinen 80 % Marktanteil auch sein mag, die populärste Suchmaschine der Welt hat mehr Schwächen, als ihr selbst lieb ist. Unter anderem fehlt dem Branchenprimus häufig die Aktualität. Um neue Informationen zu finden, braucht der Suchgigant mitunter Tage. Erst Mitte Mai erklärte Google-Mitgründer Larry Page, dass sein Dienst vor allem bei der Echtzeit-Suche im Internet nachlegen müsse. Hinzu kommt, dass breit aufgestellte Suchmaschinen wie Google bald an ihre Grenzen stoßen, weil sie immer mehr Daten bewältigen müssen.

Außerdem erkennt Google die Suchanfrage seiner Kunden nicht immer optimal: Suchende müssen sich in der Regel durch ellenlange Ergebnislisten quälen, um zu den gewünschten Fundstellen zu gelangen. Der Suchmaschinengigant kann wichtige Inhalte nicht von sinnlosen unterscheiden. So bieten schon heute vertikale Suchmaschinen, die durch gezielte Einschränkung auf Themenbereiche Schneisen in den Daten-Dschungel genauere Treffer:  Vascoda liefert Informationen für die wissenschaftliche Literaturrecherche, Portalu fokussiert sich auf über zwei Millionen Internetseiten von Institutionen und Organisationen aus dem Öko-Bereich während TheLabelFinder die Vielfat an Modemarken, Shops und Designern aus der Modebranche auf einer Seite zusammen bringt.

thelabelfinder

Einer von vielen neuen Spezialsuchdiensten: TheLabelFinder

Im Bereich der Personensuche durchforsten Dienste wie Yasni das Web nach Einträgen zur gesuchten Person und sortieren sie nach Fotos, Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken und bei Amazon angelegten Bücherlisten. Wer im Netz unbedingt gefunden werden möchte kann bei Yasni ein Profil anlegen und so bestimmen, welche Daten zu seinem Namen angezeigt werden sollen.

Neben Youtube und MyVideo gibt es für die Videosuche noch Blinkx. Mehr als 35 Millionen Stunden Videos, unterteilt in zahlreiche Kategorien wie TV-Shows, Nachrichten, Unterhaltung, Umwelt, Mode, Autos und Sport sind dort zu finden. Eine der größeren Bildsuchmaschinen ist Picsearch, die mehr als drei Milliarden Bilder aus dem Internet anbieten. Bedenkliche Fotos werden automatisch herausgefiltert. Damit ist der Dienst optimal für die Suche mit Kindern geeignet.

Nähere Informationen zu bestimmter Musik gibt SkreemR. Der Dienst liefert neben MP3-Dateien zum Anhören verlinkungen zu Fotos der gesuchten Künstler bei Flickr, Videos auf Youtube sowie Wikipedia-Einträge und Songtexte. Auch die Daten kommender Konzerte samt Vorverkaufsmöglichkeiten werden angezeigt. Viel Erfolg beim Suchen!

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