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Archiv des Tags Musikvideos

Februar
11:50 Uhr

Sag’s mit einem Video

geschrieben von Maren Fliegner

Dieses Jahr ist es so weit: Dein 30. Geburtstag! Alle deine Freunde scharren schon mit den Füßen und fiebern dem Event des Jahres entgegen. Doch du scheiterst schon beim Start: Der Einladung. Öde Papierkarten sind nichts für dich, langweilige Massenmails verpönen viele deiner Bekannten. Genervt fällt dein Blick auf die Fotoansammlung des letzten Partyabends. Für diesen und noch viele andere Fälle bietet die englischsprachige Homepage Animoto.com unter dem Motto ” Slideshows are boring. Your images are not” unendlich viele Möglichkeiten. Ob banale Geburtstagseinladung oder tiefsinnige Liebesbekundung an die Angebetete, mithilfe dieser Webapplikation entstehen einzigartige Videoclips inklusive musikalischer Untermalung im angesagten MTV-Style.

Screenshot animoto.com

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Januar
08:01 Uhr

Videoclips für Sammler

geschrieben von Yvonne Ortmann

Früher klebte man Star-Bildchen in ein Album oder tapezierte die Wände mit Postern, heutzutage sammeln Fans lieber Videoclips. Hilfe bietet die Videoplattform Clipflakes, die Web-TV mit einer Videosuchmaschine kombiniert. Nutzer, die sich für ein bestimmtes Thema oder eine Person interessieren, geben den Begriff einfach in die Suchfunktion ein. Sofort durchforstet die Maschine 27 gängige Videoportale wie YouTube, Clipfish und MyVideo nach entsprechenden Clips. Bis zu 99 Videosequenzen nimmt die selbst-kreierte Clipshow auf, auch die Reihenfolge und die Spieldauer der Videosequenzen sind variierbar. Mit den gefundenen Resultaten können User ihre eigene Clipshow gestalten und sie im “Showroom” teilen.

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Dezember
12:05 Uhr

Die Vertonung visueller Absurditäten

geschrieben von Maren Fliegner

Sie sind derzeit in aller Munde und wahrscheinlich in zahlreichen Büroräumen der Grund für Gelächter: Sogenannte Literal Videos. Das sind Neuvertonungen meist älterer Musik-Clips, in denen anstelle des ursprünglichen Songtexts neu eingesungene Beschreibungen der Clip-Handlung ertönen. Die Idee dazu stammt von einem gewissen Dustin McLean, der durch einen Scherz unter Kollegen vor rund einem Jahr auf diese Idee kam. Bald darauf tat er sich mit ein Paar der Kollegen und seiner Ehefrau zusammen und schuf seine wörtlichen Clip-Alternativen, unter anderem zu A-HAs „Take on me“ oder Billy Idols „White Wedding“. Vor allem Musik-Clips aus den 80ern scheinen dabei jede Menge parodistische Freiheit zu bieten, standen doch hier meist der (damals) coole Style und dementsprechende Posen anstelle einer nachvollziehbaren Handlung im Vordergrund. Diese insgesamt fünf Clips kann sich der geneigte User auf McLeans Homepage www.dustfilms.com zu Gemüte führen.

Wem das nicht reicht, der kann auf Youtube zurückgreifen: Zahlreiche User, die anscheinend über reichlich Freizeit verfügen, haben sich von Dustfilms inspirieren lassen. Rund 2.000 Literal Videos sind auf Youtube derzeit zu bestaunen, wobei die Vielfalt leider durch Copyright-Klagen mächtiger Plattenfirmen wieder eingeschränkt wird. Dennoch bleiben uns einige mit aufrichtiger Hingabe produzierte Clips erhalten – wie etwa der zu Bonnie Tylers „Total Eclipse of the Heart“. Hier entfaltet sich das volle Potential des Literal Video-Konzepts: Sinnfreies Umherirren, ein unlogischer Handlungsverlauf, Bilder, die vor Kitsch und Absurdität nur so strotzen, all das nimmt das Literal Video hierzu gehörig aufs Korn und kann inzwischen über 5 Millionen Aufrufe verbuchen. Dabei lässt dieses fast sechs Minuten dauernde visuelle Grauen schon im Original kein Auge trocken.

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Dezember
08:00 Uhr

Musikfernsehen mit persönlicher Note

geschrieben von Yvonne Ortmann

In der Glotze ist Musikfernsehen tot: Statt Musikvideos gibt es auf den einstigen Musiksender nur noch Dating-Shows und bis an die Nervgrenze reichende Klingeltonwerbung. Zusätzlich besteht das Problem der Massenkompatibiltät. Mit dem interaktiven Musiksender QTom können Musikliebhaber nun in das Hoheitsgebiet der Programmmacher vordringen und selbst über Inhalte entscheiden. Das Besondere: Der Dienst ist nicht in erster Linie für den Webbrowser gedacht, sondern langfristig fürs IPTV-Fernsehen. Denn die Gründer Oliver Koch und Tobias Fröhlich wollen mit ihrem Musikfernsehen nicht nur das Arbeitszimmer, sondern das Wohnzimmer erobern. Dann gäbe es auch wieder auf der richtigen Glotze Musikfernsehen.

bb_qtom_screenshot

Während die entsprechenden Labels für die Musikinhalte sorgen, kümmert sich QTom um die Kategorisierung der Clips. Nutzer können die Lieder entsprechend ihres Geschmacks und ihrer Stimmung auswählen. Mithilfe von drei Reglern entscheiden sie über Schnelligkeit und Stil des gewünschten Angebots, ob sie Hits oder doch lieber Insidertracks hören wollen. “Das one-size-fits-all Konzept des linearen Fernsehens hat schon lange ausgedient. Mit QTom bringen wir den seit Jahren verlorenen Spaß ins Musikfernsehen zurück”, sagt Koch.

“QTom schließt die Lücke zwischen MTV und YouTube”

Der personalisierte Musiksender gehört bereits zum Programmpaket der Philips Net TV-Geräte. Auch mit LG, Sony, Samsung und Toshiba laufen Verhandlungen. Aktuell bietet QTom seinen werbefinanzierten Dienst für alle User kostenlos an, das Hamburger Unternehmen schielt jedoch bereits auf ein werbefreies Premium-Angebot. Fröhlich ist zuversichtlich, was die Zukunft angeht: “Der Musikkonsum ist in den letzten Jahren extrem gestiegen, aber Musik-TV im Rahmen von reinen OnDemand-Diensten ist absolut unbefriedigend. Mit QTom schließen wir endlich die Lücke zwischen MTV und YouTube.”

In Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de

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Oktober
16:00 Uhr

Musikvideo Marke Eigenbau

geschrieben von Maren Fliegner

Die vor Kurzem gestartete Plattform Genero.tv bietet Musikern und kreativen Nutzern gleichermaßen die Möglichkeit, mit ihren Werken eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Das neue Konzept präsentiert eine kleine aber feine Auswahl an neuen Musikstücken, die kostenlos angehört und heruntergeladen werden können. Im Gegenzug sind die User aufgefordert, die dazu gehörigen Musikvideos selbst zu erstellen.

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Das Ganze ist als zeitlich begrenzter, zweistufiger Wettbewerb konzipiert: Bis zum 23. Oktober können selbst erstellte Clips hochgeladen werden. Für jeden der 16 Songs wird ein Gewinnervideo ausgewählt, das die Chance hat, als offizieller Musikclip verbreitet zu werden. Unter den 16 Gewinnern wird im Anschluss das allerbeste Video gekürt und mit einem Preisgeld von 4.000 US Dollar belohnt. Bereits am 13. November soll der Sieger feststehen. Die Entscheidung wird dabei von einer Jury gefällt, bestehend aus dem Genero-Team und den Bands bzw. deren Labels oder Managements. An der Vorauswahl der vier interessantesten Clips je Musikstück sind darüber hinaus auch die Nutzer von Genero.tv beteiligt. Ab sofort kann für die bereits online gestellten Videos abgestimmt werden. Der frühe Vogel könnte demnach den dickeren Wurm fangen.

Die beteiligten Bands und Sänger kommen aus der ganzen Welt, primär aus englischsprachigen Ländern. Die Zusammenstellung der Musikstile ist gut gemischt, von Elektro über Reggae und Rock hin zu Singer/Songwriter-Stücken. Selbst wer nicht am Wettbewerb teilnehmen möchte, findet hier 16 interessante Musiker mit 16 unverbrauchten Titeln, wie z.B. den Genre-übergreifenden Track “Apple Jelly” von Kissy Sell Out, der als mitreißende Mischung aus Goldfrapp, den Beastie Boys und dem Peanuts-Theme daher kommt. Geplant ist die Fortführung des Projekts. Musiker und Labels können sich schon jetzt bei Genero.tv für eine zukünftige Teilnahme bewerben.

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