In der Glotze ist Musikfernsehen tot: Statt Musikvideos gibt es auf den einstigen Musiksender nur noch Dating-Shows und bis an die Nervgrenze reichende Klingeltonwerbung. Zusätzlich besteht das Problem der Massenkompatibiltät. Mit dem interaktiven Musiksender QTom können Musikliebhaber nun in das Hoheitsgebiet der Programmmacher vordringen und selbst über Inhalte entscheiden. Das Besondere: Der Dienst ist nicht in erster Linie für den Webbrowser gedacht, sondern langfristig fürs IPTV-Fernsehen. Denn die Gründer Oliver Koch und Tobias Fröhlich wollen mit ihrem Musikfernsehen nicht nur das Arbeitszimmer, sondern das Wohnzimmer erobern. Dann gäbe es auch wieder auf der richtigen Glotze Musikfernsehen.

Während die entsprechenden Labels für die Musikinhalte sorgen, kümmert sich QTom um die Kategorisierung der Clips. Nutzer können die Lieder entsprechend ihres Geschmacks und ihrer Stimmung auswählen. Mithilfe von drei Reglern entscheiden sie über Schnelligkeit und Stil des gewünschten Angebots, ob sie Hits oder doch lieber Insidertracks hören wollen. “Das one-size-fits-all Konzept des linearen Fernsehens hat schon lange ausgedient. Mit QTom bringen wir den seit Jahren verlorenen Spaß ins Musikfernsehen zurück”, sagt Koch.
“QTom schließt die Lücke zwischen MTV und YouTube”
Der personalisierte Musiksender gehört bereits zum Programmpaket der Philips Net TV-Geräte. Auch mit LG, Sony, Samsung und Toshiba laufen Verhandlungen. Aktuell bietet QTom seinen werbefinanzierten Dienst für alle User kostenlos an, das Hamburger Unternehmen schielt jedoch bereits auf ein werbefreies Premium-Angebot. Fröhlich ist zuversichtlich, was die Zukunft angeht: “Der Musikkonsum ist in den letzten Jahren extrem gestiegen, aber Musik-TV im Rahmen von reinen OnDemand-Diensten ist absolut unbefriedigend. Mit QTom schließen wir endlich die Lücke zwischen MTV und YouTube.”
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