Jobsuche im Internet boomt
Die Jobsuche per Internet wird laut Hightech-Verband Bitkom immer beliebter: 23 Millionen Besuche von Online-Jobbörsen wurden im dritten Quartal dieses Jahres verzeichnet, das entspricht einem Anstieg von 28 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Den größten Stellenmarkt bietet die Online-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Sie erreichte mit 7,9 Millionen Unique Visitors einen Zuwachs von 11 %. Platz zwei belegt das Stellenangebot des Online-Portals MeineStadt.de mit 3,9 Millionen Besuchen gefolgt von Stepstone (3,2 Millionen) und der Job-Suchmaschine Jobrapido (2,8 Millionen). Stellenmarkt.de reiht sich mit 2,6 Millionen an fünfter Stelle des Rankings ein. Das internationale Job-Portal Monster kommt auf 2,5 Millionen Besucher.

Der Trend Richtung Netz zeigt sich auch bei Arbeitgebern: Laut einer Bitkom-Umfrage schreiben inzwischen 94 % aller Unternehmen in Deutschland offene Stellen im Internet aus. “Arbeitgeber und Bewerber finden heute in der Regel über das Internet zusammen”, sagte Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. “Online-Jobbörsen ermöglichen eine sehr zielgenaue Suche nach Art der Tätigkeit, Anforderungen an die Qualifikation und nach dem Ort des Arbeitsplatzes.” Bewerber sollten sich bei ihrer Jobsuche über diese Suchkriterien im Klaren sein und bedenken, was im Einzelfall zu beachten ist. Alle Jobbörsen haben unterschiedliche Schwerpunkte, daher ist zunächst zu analysieren, welche Jobbörsen für die eigenen Zwecke in Frage kommen. Neben der reinen Suche nach Stellenanzeigen, bieten Karriere-Portale wie Stepstone, Monster oder die Arbeitsagentur umfangreiches Informationsmaterial zu den Themen Bewerbung und Karriere. Diese kostenlosen redaktionellen Angebote nutzen viele Bewerber, um ihre Chance bei der Jobsuche zu erhöhen. Außerdem gibt es fachspezifische Internetdienste für einzelne Berufsgruppen und Branchen. Daher wird Arbeitsplatzsuchenden geraten, mehrere Jobbörsen zu nutzen und deren Bewerbungstipps anzunehmen.
Im nächsten Schritt sind grundsätzliche Fragen zur Suche zu klären – zum Beispiel wie weit soll der Arbeitsweg maximal sein, welche Position und welches Arbeitszeitmodell kommen in Frage. Bei freier Suche ist unbedingt die Berufsbezeichnung zu beachten: So könnte die Stelle eines Finanzbuchhalters auch als Controller oder Rechnungswesen-Profi ausgeschrieben sein. Viele Dienste bieten mit einer kostenfreien Registrierung zusätzlichen Service an. Bewerber können beispielsweise einfach eine oder mehrere Suchanfragen speichern und sich eingehende Jobangebote automatisch per E-Mail zu senden lassen. Bei Karriere-Portalen besteht meist die Möglichkeit kostenlos ein Profil mit Lebenslauf und Foto anzulegen. Im Idealfall findet ein Arbeitgeber auf Mitarbeitersuche das Profil und greift aktiv auf einen Stellensuchenden zurück. Neben den genannten Online-Jobbörsen spielen soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn oder StudiVZ bei der Karriereplanung eine immer größere Rolle. Auch Headhunter nutzen diese auf der Suche nach geeigneten Kandidaten. Ferner können Arbeitgeberbewertungen, wie von der Webseite Kununu angeboten, hilfreich bei der Stellensuche sein. Kununu bietet Beschäftigten die Möglichkeit, Beurteilungen zu ihrem Arbeitgeber in Bezug auf Führungsstil, Betriebsklima sowie Bezahlung zu hinterlegen und ermöglicht damit Außestehenden einen Einblick in das jeweilige Unternehmen.
