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November
16:00 Uhr

Jobsuche im Internet boomt

geschrieben von Maren Fliegner

Die Jobsuche per Internet wird laut Hightech-Verband Bitkom immer beliebter: 23 Millionen Besuche von Online-Jobbörsen wurden im dritten Quartal dieses Jahres verzeichnet, das entspricht einem Anstieg von 28 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Den größten Stellenmarkt bietet die Online-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Sie erreichte mit 7,9 Millionen Unique Visitors einen Zuwachs von 11 %. Platz zwei belegt das Stellenangebot des Online-Portals MeineStadt.de mit 3,9 Millionen Besuchen gefolgt von Stepstone (3,2 Millionen) und der Job-Suchmaschine Jobrapido (2,8 Millionen). Stellenmarkt.de reiht sich mit 2,6 Millionen an fünfter Stelle des Rankings ein. Das internationale Job-Portal Monster kommt auf 2,5 Millionen Besucher.

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Der Trend Richtung Netz zeigt sich auch bei Arbeitgebern: Laut einer Bitkom-Umfrage schreiben inzwischen 94 % aller Unternehmen in Deutschland offene Stellen im Internet aus. “Arbeitgeber und Bewerber finden heute in der Regel über das Internet zusammen”, sagte Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. “Online-Jobbörsen ermöglichen eine sehr zielgenaue Suche nach Art der Tätigkeit, Anforderungen an die Qualifikation und nach dem Ort des Arbeitsplatzes.” Bewerber sollten sich bei ihrer Jobsuche über diese Suchkriterien im Klaren sein und bedenken, was im Einzelfall zu beachten ist. Alle Jobbörsen haben unterschiedliche Schwerpunkte, daher ist zunächst zu analysieren, welche Jobbörsen für die eigenen Zwecke in Frage kommen. Neben der reinen Suche nach Stellenanzeigen, bieten Karriere-Portale wie Stepstone, Monster oder die Arbeitsagentur umfangreiches Informationsmaterial zu den Themen Bewerbung und Karriere. Diese kostenlosen redaktionellen Angebote nutzen viele Bewerber, um ihre Chance bei der Jobsuche zu erhöhen. Außerdem gibt es fachspezifische Internetdienste für einzelne Berufsgruppen und Branchen. Daher wird Arbeitsplatzsuchenden geraten, mehrere Jobbörsen zu nutzen und deren Bewerbungstipps anzunehmen.

Im nächsten Schritt sind grundsätzliche Fragen zur Suche zu klären – zum Beispiel wie weit soll der Arbeitsweg maximal sein, welche Position und welches Arbeitszeitmodell kommen in Frage. Bei freier Suche ist unbedingt die Berufsbezeichnung zu beachten: So könnte die Stelle eines Finanzbuchhalters auch als Controller oder Rechnungswesen-Profi ausgeschrieben sein. Viele Dienste bieten mit einer kostenfreien Registrierung zusätzlichen Service an. Bewerber können beispielsweise einfach eine oder mehrere Suchanfragen speichern und sich eingehende Jobangebote automatisch per E-Mail zu senden lassen. Bei Karriere-Portalen besteht meist die Möglichkeit kostenlos ein Profil mit Lebenslauf und Foto anzulegen. Im Idealfall findet ein Arbeitgeber auf Mitarbeitersuche das Profil und greift aktiv auf einen Stellensuchenden zurück. Neben den genannten Online-Jobbörsen spielen soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn oder StudiVZ bei der Karriereplanung eine immer größere Rolle. Auch Headhunter nutzen diese auf der Suche nach geeigneten Kandidaten. Ferner können Arbeitgeberbewertungen, wie von der Webseite Kununu angeboten, hilfreich bei der Stellensuche sein. Kununu bietet Beschäftigten die Möglichkeit, Beurteilungen zu ihrem Arbeitgeber in Bezug auf Führungsstil, Betriebsklima sowie Bezahlung zu hinterlegen und ermöglicht damit Außestehenden einen Einblick in das jeweilige Unternehmen.

Kommentar
August
08:00 Uhr

Studenten – ran an die Arbeit

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Studenten sind im Internet eine umworbene Spezies. Auch Anja Çakmak und ihr kleines Team haben sich die angehenden Akademiker als Zielgruppe ausgesucht. Mit Jobsuma betreiben sie eine Jobsuchmaschine für Studierende, Absolventen und Young Professionals. Der Dienst fahndet bei “sämtlichen Jobbörsen auf dem deutschen Markt” und den Homepages von Unternehmen nach Jobs, die für Studenten und Absolventen in Frage kommen – etwa Aushilfsjobs, Praktika, Diplomandenstellen, Trainee-Programme oder Einsteigerjobs. Handwerkerjobs oder Stellen, die beispielsweise mehr als vier Jahre Berufserfahrung voraussetzen, werden nicht gelistet.

“Die Studierenden sparen Zeit, indem sie nicht sämtliche Börsen und Firmenwebsites durchsuchen müssen”, erklärt Geschäftsführerin Anja Çakmak das Konzept von Jobsuma. Für die Nutzer ist die Meta-Suchmaschine kostenlos. Unternehmen bietet Jobsuma die Möglichkeit, Stellen- und Praktikaangebote “so zu positionieren, dass sie den Suchenden auffallen und in der Ergebnisliste längere Zeit an oberster Stelle stehen”. Optisch macht die Jobsuchmaschine für Studierende, Absolventen und Young Professionals einen guten Eindruck – einzig die Farbauswahl auf der Startseite irritiert ein wenig. Auf der Ergebnisseite erleichtern verschiedene Rubriken wie Beschäftigungsart, Zeitintensität und Anzeigenalter die Suche nach dem passenden Job.

Studentische Job-Start-ups boomen

Neben Jobsuma gingen in den vergangenen zwei Jahren etliche weitere  Start-ups mit der Zielgruppe Studenten an den Start. Studierende, Absolventen und Young Professionals haben somit inzwischen die Qual der Wahl bei der Online-Jobsuche. Einige Konzepte ähneln sich, andere können gut nebeneinander existieren – zumal sie verschiedene Lebens- bzw. Jobbereiche abdecken. Bei Absolventa geht es um die studentische Jobvermittlung. Die Gründer Christoph Jost, Henning Peters und Pascal Tilgner wollen mit ihrem Dienst den klassischen Bewerbungsprozess umdrehen. Künftige Hochschulabsolventen können sich bei Absolventa registrieren und ein anonymes Bewerbungsprofil hinterlegen. Unternehmen, die sich für ein Mitglied interessieren, müssen sich bei dem entsprechenden Nutzer melden. Im besten Fall wird daraus eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch. Jobmensa positioniert sich als Vermittlungsplattform für Studentenjobs, studentische Nebenjobs und Werkstudenten. “Es geht um alle Arten von Jobs, mit denen sich Studenten etwas neben dem Studium verdienen möchten”, erklären die Gründer Benjamin Roos und Andreas Wels. Auf die Vermittlung zwischen Wirtschaft und Studenten hat sich auch askstudents.de aus Wiesbaden spezialisiert.

Das Geschwistertrio Gavin, Marc und Sarah Steinwachs startete die studentische Job- und Dienstleistungsplattform studidoo. Die drei Dortmunder beschreiben ihren Dienst als eine Mischung aus Jobbörse, Dienstleistungsportal und Social Network. Zielgruppe sind Studenten, Absolventen sowie Unternehmen und Privatpersonen. “Unsere Plattform soll zum Vorteil aller Nutzergruppen ein konkreter Vermittler für Jobs sein, die Spaß machen und beruflich voranbringen; für akademische Dienstleistungen sowie Praktika oder Mitarbeit, bei denen man nicht nur Kaffee kochen oder kopieren muss”, sagt Mitgründerin Sarah Steinwachs. Im Sommer 2008 ging 15Talents.com , ein Projektmartktplatz für Unternehmen und Studenten, an den Start. Große und kleine Firmen sollen über den Dienst schnell passende studentische Mitarbeiter für ihre Projekte verpflichten können. Außerdem gibt es noch Spirofrog, eine Vermittlungsplattform für Praktikumsplätze. Bereits seit 2003 im Netz ist Jobber – nach eigenen Angaben “eine der führenden Online-Plattformen zur Rekrutierung studentischer Mitarbeiter und Praktikanten”.

Heimarbeit sowie private und haushaltsnahe Dienstleistungen

Noch relativ neu auf dem Markt ist Loomondo, ein Vermittlungsdienst für Nebenjobs mit dem Schwerpunkt auf Heimarbeit. Die Mitglieder der Internet-Plattform haben die Möglichkeit, Aufträge für verschiedene Dienstleistungen anzubieten, sich auf entsprechende Angebote zu bewerben sowie die Auftragsabwicklung über den Dienst zu verwalten. “Zeitersparnis ist gerade für Schüler und Studenten Gold wert. Viele haben unter der Woche keine Zeit, ihnen bleibt nur das Wochenende zum Jobben”, sagt Geschäftsführer Marcel Setzer. “Bei Loomondo kann man sich entsprechend seiner Neigung den perfekten Nebenjob suchen, wie Zeitung lesen, eine Website gestalten oder neue Produkte testen.” Für Auftragnehmer ist Loomondo kostenlos, Auftraggeber müssen eine Gebühr in Höhe von 5 % ihres Auftragswertes zahlen. Betreut.de wiederum ist auf die Vermittlung von familien- und haushaltsnahen Betreuungsleistungen spezialisiert. Konkurrent Minidienste.de setzt ebenfalls auf die Vermittlung von privaten und haushaltsnahen Dienstleistungen.

In Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de

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