Sie befinden sich hier: Home » Archiv: ebay

Archiv des Tags ebay

Februar
11:55 Uhr

eBay macht die Kehrtwende

geschrieben von Karsten Zunke

Der Zauber, der eBay einst umgab, ist verflogen. Ein eindeutiger Beleg dafür ist die hitzige Diskussion, die in den vergangenen Monaten auf betabuzz geführt wurde. Viele Privatverkäufer fühlen sich beim einstigen Star-Auktionshaus nicht mehr wohl, sie bemängeln vor allem die vielen professionellen Händler und den Kostenlos-Zwang beim Versand. Nun rüstet eBay endlich nach und präsentiert einige Neuerungen. Die gute Nachricht: Die Marktplatzbetreiber hören ihren Nutzern zu und sind sich nicht zu schade, auch einmal zurückzurudern. Nichtsdestotrotz müssen sich Verkäufer schon wieder an etliche neue Spielregeln gewöhnen.

weiterlesen von “eBay macht die Kehrtwende”

Kommentar
September
12:05 Uhr

eBay macht Wettbewerber stark

geschrieben von Karsten Zunke

“Jede Woche eine neue Welt” hieß ein erfolgreicher Werbespruch von Tchibo. Ähnlich abwechslungsreich geht es beim Online-Auktionshaus eBay zu. Doch die ständigen Änderungen und Neuregelungen für Händler und User kommen bei manchem weniger gut an. Wie die über 140 Kommentare unter unserem Artikel “eBay: Metamorphose eines Urgesteins” zeigen, hat die Attraktivität von eBay in den vergangenen Jahren arg gelitten. Viele Privatverkäufer fühlen sich beim Auktionshaus nicht mehr wohl, sie bemängeln vor allem die vielen professionellen Händler. Während sich das Auktionshaus im Wochentakt erneuert, freuen sich die Wettbewerber über neue Händler und Kunden.

bb_hood

“Immer wenn einschneidende Änderungen bei eBay anstehenden, steigen die Neuanmeldungen sowie die Besucherzahl auf Hood.de stark an. Ein positiver Nebeneffekt, dass dies auch gleichzeitig zu mehr Verkäufen für unsere Anbieter führt”, sagt Ryan Hood, Inhaber und Gründer der Auktionsplattform Hood.de. Dort können private und gewerbliche Anbieter ihre Angebote kostenlos einstellen. Eine Verkaufsgebühr fällt nicht an. Lediglich Premium-Services oder ein Hood-Shop kosten. Das Auktionsportal AuVito verzichtet sogar komplett auf Gebühren, selbst einen Shop können Händler dort kostenfrei einrichten. Möglich ist das, weil sich diese Plattform über Online-Werbung finanziert.

Bei Tamundo stehen Privatnutzer im Vordergrund

Selbst Newcomer unter den Auktionshäusern wie Tamundo können sich heute erfolgreich neben eBay positionieren. Tamundo ist auf Raritäten, Unikate und Sammlerstücke spezialisiert, setzt auf Vernetzung. Die Nutzer sollen auf der Plattform Neuigkeiten und Ideen der Szene austauschen. Während eBay gewerbliche Händler hofiert, steht hier der Privatnutzer im Vordergrund. Tamundo selbst spricht von einem rasanten Wachstum der Plattform, bietet rund eine Million Produkte an. Erst Ende 2008 ging sie online.

bb_hitmeister

Auch Nicht-Auktions-Konzepte profitieren vom Hin und Her bei eBay. “Wir haben gerade in den vergangenen Wochen und Monaten überdurchschnittlich von diesen Querelen profitiert. Wir stellen stets Zuwächse fest, wenn unsere Mitbewerber ihren Händlern neue Steine in den Weg gelegt haben”, sagt Yatego-Geschäftsführer Stephan Peltzer. Yatego versteht sich als Shopping Mall. Es gibt ausschließlich gewerbliche Händler, die Neuware anbieten. Hier greift ein Festpreissystem – eine Flatrate, die nur in der Menge der eingestellten Artikel variiert. “Wir machen unseren Händlern auch keinerlei Vorschriften hinsichtlich der Versandkosten”, so Pelzer.

Hitmeister macht sich in der Nische breit

Den Kundenservice sehen die Betreiber von Hitmeister als eines ihrer wichtigsten Assets. “Bei uns bekommt man zwischen 7:30 Uhr und 18:30 Uhr problemlos eine nette Kollegin ans Telefon”, verspricht Gerald Schönbucher, Geschäftsführer und Gründer von Hitflip Media Trading. Über 95% aller Kundenanfragen werden demnach innerhalb von 24 Stunden beantwortet, mehr als 70% innerhalb von acht Stunden. Schönbucher zufolge testen immer mehr eBay-Verkäufer das Portal als alternativen Absatzkanal ohne Einstellgebühren. Auf Hitmeister gibt es zudem eine umfassende FSK-18 Kategorie. Mit Action, Horror und Erotik ist dies eine Nische, die eBay nicht abdeckt.

bb_tradoria

Einen starken Zuwachs von eBay-Powersellern stellen die Betreiber von Tradoria bei den Händlerregistrierungen fest. Tradoria positioniert sich vor allem als Mietshopsystem. Die Angebote aller Miet-Shops werden auf dem Online-Marktplatz gebündelt. “Im ersten Schritt nutzen uns eBay-Powerseller vor allem als zusätzlichen Vertriebskanal und Einstieg für den eigenen Onlineshop”, sagt Peter Höschl, Head of Business Development, Tradoria. Ein Blick auf die erzielten Umsätze würde viele Händler ermuntern, ihre Aktivitäten anschließend noch stärker auf den eigenen Shop zu fokussieren.

eBay will mit weiteren Neuerungen punkten

eBay hat derweil weitere Neuerungen angekündigt, von denen die meisten am 22. September in Kraft treten: einen neuen Status “Verkäufer mit Top-Bewertung”, Wegfall einiger Zusatzoptionen, neue Mindeststandards für alle Verkäufer, kostenloser Bilderservice in diversen Kategorien, Kategorie-Änderungen, einen neuen Grundsatz zum Verkauf von Tickets und vieles mehr. Vor wenigen Tagen stieg das umtriebige Auktionshaus zudem im großen Stil ins Kleinanzeigengeschäft ein.

Kommentar
September
12:05 Uhr

ebay setzt auf Kleinanzeigen

geschrieben von Alexander Hüsing

Kehraus beim Internet-Marktplatz eBay. Das umtriebige Unternehmen schickt seinen Kleinanzeigendienst Kijiji in Rente. An die Stelle der Plattform, deren Namen selbst passionierte Nutzer nicht aussprechen konnten, tritt eBay Kleinanzeigen. Mit der umgetauften Plattform will eBay den Kleinanzeigenmarkt in Deutschland ordentlich aufmischen. “Wir haben das Ziel, dass eBay Kleinanzeigen in Deutschland schon bald zum Synonym für den Online-Kleinanzeigenhandel wird”, sagt Jacob Aqraou, Geschäftsführer der internationalen eBay Classifieds Group. Der Name Kijiji tritt künftig in Deutschland nur noch in Zusammenhang mit Kontaktanzeigen und Ferienwohnungen in Erscheinung – beide Rubriken sind bei eBay Kleinanzeigen verlinkt. Wie der Vorgänger Kijiji ist auch eBay Kleinanzeigen kostenlos. Finanzieren soll sich der Kleinanzeigendienst über Werbung und Gebühren für Zusatzfunktionen. “Auf lange Sicht denken wir auch an Einstellgebühren für Anzeigen in Kategorien, in denen viel Geld steckt. Zum Beispiel Stellenanzeigen. Zum Start sind wir für alle Nutzer kostenfrei”, sagt Aqraou gegenüber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”.

bb_ebay_kleinanzeigen

Zielgruppe der neuen Kleinanzeigenplattform sind vor allem private Nutzer, die in ihrer direkten Umegebung Waren verkaufen möchten. Die Kategorien reichen von Kind & Baby über Haus & Garten bis zu Film & Bücher. “Der Kontakt wird über eBay Kleinanzeigen hergestellt. Da jeder in seinem Umkreis suchen oder anbieten kann, schließen die Nutzer das Geschäft anschließend bei einem persönlichen Treffen ab. Das bietet sich natürlich besonders dann an, wenn es sich um sperrige Güter wie Kühlschränke oder Sofas handelt”, sagt Aqraou. Die Erwartungen an den neuen Ableger im Hause eBay sind groß: “In den nächsten Jahren wird sich das Geschäft mit Kleinanzeigen in Deutschland mindestens verfünffachen”, ist sich Aqraou sicher. “Der weltweite Online-Kleinanzeigenmarkt hat ein Potenzial von 22 Milliarden US-Dollar. Als innovatives Unternehmen wollen wir weiterhin auf den ersten Plätzen mitspielen und stellen daher jetzt mit eBay Kleinanzeigen die Weichen.”

Schon bisher wurde Kijiji recht intensiv genutzt: Google AdPlanner bescheinigt der Website im Juli 2,6 Millionen Unique Visitors – damit gehörte Kijiji zu den größten Kleinanzeigenseiten in Deutschland. Die neue namentliche Nähe soll nun offenbar das Wachstum beschleunigen und einen Teil der Ausstrahlungskraft des Markennamens eBay auf den Ableger transportieren. Wie die über 100 Kommentare unter unserem Artikel “eBay: Metamorphose eines Urgesteins” zeigen, hat die Attraktivität von eBay in den vergangenen Jahren arg gelitten. Viele Privatverkäufer fühlen sich beim Auktionshaus nicht mehr wohl, sie bemängel vor allem die vielen professionellen Händler. Und genau diese Zielgruppe muss eBay mit seinem generalüberholten Kleinanzeigen nun wieder für sich gewinnen – keine leichte Aufgabe.

Kommentar
August
12:00 Uhr

eBay: Metamorphose eines Urgesteins

geschrieben von Karsten Zunke

Diese rasante Entwicklung hätte sich Pierre Omidyar sicher nicht träumen lassen, als er 1995 mit AuctionWeb den Vorläufer von eBay ins Leben rief. Um die Funktion seiner Auktionsplattform zu testen, stellte er einen defekten Laser-Pointer zum Verkauf ein und war verwundert, dass er für das kaputte Gerät einen Abnehmer fand. Darauf angesprochen antwortete ihm der erfolgreichen Bieter: “Ich bin ein Sammler von kaputten Laserpointern”. Vom Start weg stieß die Auktionsplattform bei den Nutzern auf einen unverhofft großen Bedarf an gebrauchten, skurrilen und seltenen Dingen aber auch an Alltagsgegenständen. Eine atemberaubende Entwicklung wurde eingeläutet.

bb_ebay_jubel

Trotz des Jubels: Der Zauber, der eBay umgab, ist verflogen.

1996 wurde das Bewertungssystem für Verkäufer eingeführt, 1997 der Marktplatz dann in eBay umbenannt. Das Geschäftsprinzip war bis zu diesem Zeitpunkt ebenso simpel wie erfolgreich: Anbieter können auf der Plattform Waren gegen Höchstgebot verkaufen, eBay tritt lediglich als Vermittler auf und bringt Anbieter und Nachfrager zusammen. Nachdem im Mai 1997 bereits der ein millionste Artikel verkauft wurde, ging man 1998 an die Börse und trieb die Internationalisierung voran. Im Juni 1999 fusionierte die deutsche Auktionsplattform Alando mit eBay und wurde damit der eBay-Marktplatz für den deutschsprachigen Raum. Der exotische Flohmarkt zählt zu dieser Zeit bereits zehn Millionen registrierte User.

eBay wandelt sich – vom Auktionshaus zur Shopping-Plattform

Doch der Zauber, der das damalige Versteigerungsportal umgab, ist verflogen. Die Plattform wandelt sich – vom einzigartigen Online-Auktionshaus zu einer Shopping-Plattform, einer unter vielen. Eine Entwicklung, die unmittelbar nach der Jahrtausendwende einsetzte: Ende 2000 führt eBay in den USA mit “Buy it Now!” eine Festpreis-Option für Angebote ein. Ein halbes Jahr später wird in Deutschland die entsprechende Funktion eingeführt: “Sofort kaufen”. Mitglieder können nun auch virtuelle Ladengeschäfte eröffnen, die so genannten eBay Stores, die hierzulande eBay Shops heißen. Außerdem wird das Power-Seller-Programm für gewerbliche Käufer aufgesetzt. Immer weiter entfernt sich das Unternehmen von seinem ursprünglichen Flohmarkt-Konzept. Der Trödelmarkt-Charme verfliegt, mehr und mehr kommerzielle Anbieter tummeln sich auf der Plattform.

Gleichzeitig werden Geschäftsfelder erweitert. Das Unternehmen geht auf Einkaufstour, übernimmt zahlreiche Plattformen und Dienste, unter anderem den Internet-Telefonie-Dienst Skype, den Online-Zahlungsdienstleister PayPal und den Produkt- und Preisvergleichsdienst Shopping.com. Diese Entwicklung fand ihren vorläufigen Höhepunkt als mit eBay Express im Jahr 2006 eine Plattform geschaffen wurde, auf der ausschließlich Neuware zu Festpreisen von gewerblichen Anbietern angeboten werden konnten. Das Projekt floppte, der Express-Marktplatz wurde im Frühjahr 2008 geschlossen.

Konkurrenten profitieren von eBays neuem Kurs

Dass sich eBay neu erfindet, freut die Wettbewerber. Hinzu kommen interne Umstrukturierungen, Neuerungen bei Gebührenstruktur und Bewertungssystem, der Umbau der Plattform, eine neue Suchmaschine, eine neue Versandkostenregelung und so weiter. Vor allem für Händler ist es mittlerweile mühsam geworden, auf dem Laufenden zu bleiben. Längst haben viele von ihnen auf anderen Portalen weitere Standbeine aufgebaut. Plattformen wie Amazon, Hood, Auvito, Tamundo, Tradoria oder Yatego profitieren davon. Einige sprechen schon von einem Händleransturm.

Ob eBay langfristig aufs richtige Pferd gesetzt hat, wird die Zeit zeigen. Aber eines hat das einstige Auktionshaus mit seiner Wandlung schon heute erreicht: Es ist zu einer Handelsmacht aufgestiegen: Allein auf dem deutschen eBay-Marktplatz erwirtschafteten 159.000 professionelle Anbieter zwischen dem 1. April 2008 und 31. März 2009 ein Handelsvolumen von 3,1 Milliarden Euro. Kein Vergleich zu den 14,83 US-Dollar, die der kaputte Laserpointer 14 Jahre zuvor umsetzte.

Artikel zum Thema
* eBay bringt die Wirtschaft in Schwung
* Neuer Online-Marktplatz für Sammelwütige
* Nie wieder Verkaufsstress

Kommentar
Juni
12:00 Uhr

eBay bringt die Wirtschaft in Schwung

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Das bekannte Auktionshaus eBay ist nicht nur eine gute Gelegenheit nach netten Produkten zu stöbern bzw. diese schnell und einfach zu verkaufen, sondern auch ein stattlicher Wirtschaftsfaktor. Dies belegen die Zahlen eindrucksvoll, die eBay erstmals veröffentlicht: Imposante 3,1 Milliarden Euro Handelsvolumen steuerten allein die rund 159.000 gewerblichen Händler nach Unternehmensangaben zwischen April 2008 und März dieses Jahres mit ihren Verkäufen zur deutschen Wirtschaft bei. Zum Vergleich: Nach Zahlen des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) gaben die Deutschen im vergangenen Jahr rund 19,3 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen im Internet aus. Aus den veröffentlichten Zahlen wird auch deutlich, dass eBay in Deutschland im Vergleich zu den drei anderen wichtigen europäischen eBay-Ablegern in Großbritannien, Frankreich und Italien eine gewichtige Nummer ist. In den vier Ländern erwirtschafteten die 322.000 gewerblichen Verkäufer ein Handelsvolumen von 5,7 Milliarden Euro. Fast die Hälfte (49,3 %) der gewerblichen Verkäufer und über die Hälfte (54,4 %) des Handelsvolumens entfallen damit auf Deutschland.

bb_ebay

Ein voller Warenkorb kurbelt die Wirtschaft an

Zu den Produktkategorien mit dem höchsten Handelsvolumen gehören bei eBay in Deutschland unter anderem Fahrzeuge, Fahrzeugteile sowie Kleidung & Accessoires. Die Exportnation Deutschland wird auch beim bekannten Auktionshaus ihrem Ruf gerecht: Exporte machen rund ein Siebtel des gesamten Handelsvolumens der professionellen Verkäufer aus. Waren im Wert von 435 Millionen Euro gingen im genannten Zeitraum unter anderem nach Österreich, in die USA und Italien. Im Gegenzug kaufen deutsche Onliner aber auch gerne Produkte im Ausland: Zu den begehrtesten Import-Gütern gehören Trampoline und Strandkörbe aus den Niederlanden, Damen- und Herrenbekleidung aus Großbritannien sowie Whirlpools aus Österreich.

Kommentar

betabuzz ist das Trendportal der Deutschen Telekom für neue Web 2.0-Dienste. betabuzz informiert und berichtet über aktuelle Web- Trends und stellt neue, innovative Dienste sowie Start-ups vor. mehr ...

  • Partner

    Developer Garden
  • Anzeigen

  • Twitter

Anzeige