In unserer globalisierten Gesellschaft wird die Beherrschung von Fremdsprachen immer wichtiger, beruflich wie privat. Wer zur Fortbildung weder über die Zeit noch das Geld verfügt, renommierte Sprachschulen à la Berlitz zu besuchen und wem Volkshochschulkurse zu dröge sind, dem bieten Sprachlerndienste im Internet eine gute Alternative. Interaktive und audiovisuelle Lernmodule ermöglichen Nutzern das Verbessern ihrer Sprachkenntnisse auf kostengünstige und flexible Weise.
Zu den bekanntesten Sprachplattformen zählt babbel.com. babbel.com bietet für die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch ein kostenloses Basisangebot. Dieses umfasst eine Auswahl an Vokabelpaketen zu verschiedenen Themen aus Alltag, Beruf und Freizeit. In Schreibübungen können Mitglieder eigene Texte formulieren und diese anschließend von Muttersprachlern korrigieren lassen. Über das öffentliche “Brett”, die Chat-Funktion und über private Nachrichten können Nutzer miteinander in Kontakt treten und sich austauschen. Laut Homepage tummeln sich derzeit über 400.000 Community-Mitglieder aus aller Welt auf babbel.com. Seit April 2009 bietet babbel zudem kostenpflichtige vollständige Sprachkurse an. In Kooperation mit renommierten Verlagen und Autoren kombiniert die Plattform bewährte Lernmaterialen mit multimedialen Elementen.

Auf dalango.de lernen Sprachinteressierte anhand von wöchentlich aktualisierten Videos und interaktiven Übungen. Die Lerneinheiten, die für Englisch, Business-Englisch und Spanisch angeboten werden, sind individuell kombinierbar und starten preislich bei 7,95 Euro pro Monat und Sprache. Dafür gibt es aber auch Lern-Empfehlungen von der dalango-Redaktion und Feedback über den persönlichen Fortschritt in Form einer Verlaufsgrafik. Auch individuelle Sprachkurse können erstellt werden. Wie die Seite zu benutzen ist, erklärt eine Video-Tour.
Besonders stark auf Unterhaltungsformate setzt der Sprachlerndienst Lingorilla.com. Auf der Seite mit dem niedlichen Affen lernt der Nutzer vor allem mit audiovisuellen Inhalten. Der Sprachinteressierte kann zwischen Alltagsszenen, Video-Wörterbüchern und Videolektionen, in denen Grammatik erklärt wird, wählen. Zudem sind auf einem integrierten WebTV-Sender Reiseberichte und Musikvideos zu sehen. Interaktive Übungen wie Flashcards, Rätsel und Kreuzworträtsel ergänzen das Angebot. In der Community können sich Sprachlernpartner weltweit finden und per integrierten Videochat miteinander kommunizieren. Nutzer haben hier die Möglichkeit, sich zu “virtuellen Stammtischen” zu treffen. Bei Lingorilla ist die Nutzung der Angebote kostenlos.

Auf Palabea.net schlüpft jedes Mitglied sowohl in die Rolle des Schülers als auch in die des Lehrers. Im Video- oder Audiochat können sich Lernwillige gegenseitig ihre Muttersprache beibringen. Sprachlektionen stehen wahlweise in Form von Videos und Podcasts zur Verfügung. Diese können Nutzer auch selbst erstellen und hochladen. Die Auswahl der Sprachen auf Palabea.net richtet sich nach den jeweiligen Mitgliedern der Sprach-Community. Die meisten Nutzer kommen derzeit aus den USA, Spanien und Deutschland.
Eine Mischung aus Wörterbuch und Vokabeltrainer ist bab.la. Spiele wie Memory, Buchstabensalat oder Galgenmännchen sollen eingeübte Wörter langfristig im Gedächtnis verankern. Die etwas optimierungsbedürftige Seite bietet darüber hinaus unterhaltsame Tests, anhand derer Vokabeln, Grammatik und Landeskunde studiert werden. Nutzer können auch eigene Übersetzungen eintragen und selbst kreierte Tests und Lektionen erstellen. Die “tägliche Vokabel per Mail” erweitert stetig den Wortschatz des Lernenden. Auch auf bab.la haben Nutzer die Auswahl zwischen einem kostenlosen Basisangebot und einem kostenpflichtigen Premiumdienst. Die Gebühren richten sich nach der jeweiligen Vertragslaufzeit.
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