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März
12:00 Uhr

Bing: Aufholjagd in Zeitlupe

geschrieben von Karsten Zunke

Yahoo darf mit Bing suchen. Sowohl das US-Justizministerium als auch die EU-Kommission haben kürzlich dafür grünes Licht gegeben. Die Suche auf Yahoo arbeitet künftig mit Microsoft-Technologie. Dass dieser Deal Microsofts Suchmaschine Bing zum großen Durchbruch verhilft, wird von Marktbeobachtern angezweifelt. In Sachen Popularität hinkt man dem Branchenprimus Google immer noch weit hinterher.

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Kommentar
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Januar
12:00 Uhr

Bing fordert Google Street View heraus

geschrieben von Maren Fliegner

Der Kampf der Giganten im Satellitenkartenprogramm geht mit der Funktionserweiterung von Bing Maps in eine neue Runde. Mit Streetside und dem dazu gehörigen Online-Kartendienst will Microsoft den Konkurrenten Google Earth aus der Reserve locken. Die neue Funktion der Straßenansicht des führenden Softwareherstellers ähnelt  Google Street View. Wie die Entsprechung von Google bietet Bing Maps drei verschiedene Darstellungsarten: Die Landkarte ermöglicht eine Routenplanung, das Luftbild verschafft einen geografischen Überblick und mit der Vogelperspektive gewinnen Besucher einen räumlichen Eindruck von der Lage.
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Die plastischen Ansichten in Bing Maps 3D sind atemberaubend realistisch: Die Gebäude erscheinen in hoher und feiner Auflösung. Nicht nur berühmte Gebäude und Straßenzüge liegen als 3D-Modell vor, sondern ganze Vororte können im räumlichen Glanz bewundert werden. Anders als bei Google Earth ist die 3D-Ansicht von Microsoft mit beeindruckenden Details, wie belaubte Baumkronen oder interessante Wolkenformationen, versehen. Die technische Basis Silverlight sorgt dabei für flüssige 3D-Übergänge zwischen Satellitenbild und Straßenansicht.

3D-Ansichten gibt es bisher nur für US-Städte

Doch einen Nachteil hat die 3D-Ansicht: Bisher ist die räumliche Perspektive auf amerikanische Städte wie Las Vegas, New York beschränkt. In Deutschland reduziert sich das Angebot auf Luftbilder in Vogelperspektive. Auch diese sind qualitativ hochwertig und bieten die ideale Gelegenheit für eine Entdeckungsreise vom eigenen Schreibtisch aus. Das Bildmaterial für den Vogelflug lässt Microsoft eigens mit einer speziellen Flugzeug-Kamera anfertigen, das dem Nutzer ein stärkeres “Überflieger”-Gefühl vermittelt.

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Herzstück der Webseite sind die Innenansichten verschiedener Sehenswürdigkeiten, wie Kunstausstellungen in Museen. Entwickler können sogar selbst weitere Web-Applikationen programmieren, die dann unter der Beta Version laufen. So gibt es beispielsweise Anwendungen, die Titelseiten von Lokalzeitungen und örtliche Tweets in den Karten darstellen.

Unterhaltungswert von Google Earth ist höher

Anders als bei Google Earth muss für Bing Maps 3D kein Programm heruntergeladen werden. Ebenfalls positiv: Nutzer werden nicht durch Overlay-Informationen über Städte und Geschäftszweige erschlagen. Jedoch ist der Unterhaltungswert von Google Earth im Direktvergleich höher.  Funktionen wie der Flugsimulator und separate Welten wie etwa Google Ocean und die Weltraumansicht Sky sucht man bei Bing Maps vergebens. Wer aber qualitativ hochwertige Luftbilder einer Stadt betrachten will, ist mit Microsoft besser bedient.

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Kommentar
Dezember
12:05 Uhr

Google vs. Microsoft: Kampf an allen Fronten

geschrieben von Karsten Zunke

Google und Microsoft liefern sich eine immer erbittertere Auseinandersetzung um Marktanteile auf allen Ebenen der digitalen Welt. Als Larry Page und Sergey Brin im Jahr 1998 Google gründeten, war Microsoft schon 23 Jahre am Markt. Mittlerweile haben die beiden Jungunternehmer Google zu einer der wertvollsten Marken der Welt aufgebaut, beschäftigen gut 20.000 Mitarbeiter – und greifen die einst so übermächtige Software-Schmiede Microsoft unablässig an. Immer ernsthafter wird Microsoft in Bedrängnis gebracht. Sogar für sein PC-Betriebssystem bekommt Microsoft nun Google-Konkurrenz.

Bei der Online-Suche hatte Google leichtes Spiel. Viel zu spät erkannte Microsoft dessen Bedeutung. Erst in diesem Jahr konnte der Software-Riese mit Bing eine Alternative auf Augenhöhe zur Google-Suche präsentieren. Nun muss sich Bing mit innovativen Features Peu-a-peu durch betonierte Marktanteile nagen. In den USA hat Google einen Marktanteil von rund 70 %, hierzulande liegt er bei etwa 90 %. In den Staaten konnte Bing seinem Erzrivalen schon ein wenig Dominanz abknapsen (im Oktober etwa 0,6 Prozentpunkte) und liegt damit laut Hitwise in den USA bei knapp 9,6 % Marktanteil. Das Ein- oder Überholen dürfte damit in naher Zukunft kein Thema sein.

Firefox gegen Internet-Explorer

Auch im Browser-Markt muss sich Microsoft seinem Erzfeind erwehren. Bereits durch die Zusammenarbeit von Google mit Mozilla – dem Anbieter des Open-Source Browsers Firefox – wehte dem Redmonder Software-Giganten Gegenwind ins Gesicht. Mehr als zehn Jahre war der Internet-Explorer von Microsoft der meist genutzte Browser im Web – jetzt verdrängte Firefox seinen Konkurrenten erstmals auf Platz zwei. Google ist als Standard-Suche in Firefox integriert. Für jede Suche über die Suchbox im Browser bekommt Mozilla im Gegenzug Geld vom Suchmaschinenbetreiber. Außerdem hat Google bereits im vergangenen Jahr mit Chrome einen Browser für Microsoft-Betriebssysteme gestartet, der seit kurzem auch für Mac und Linux verfügbar ist.

Aber Google attackiert nicht nur im Web, sondern auch da, wo es Microsoft richtig weh tut. Die Einführung von Google Docs war eine klare Kampfansage an Microsofts Office-Anwendungen. Mit der Google-Lösung können User im Web Textdokumente, Tabellen oder Präsentationen erstellen, online speichern und sie von jedem Ort der Welt via Internet bearbeiten – alles kostenfrei. Natürlich lassen sich die Dokumente auch lokal auf dem PC speichern, unter anderem in den gängigen MS-Datei-Formaten.

Windows gegen Google Chrome OS

Noch mehr beunruhigen dürfte Microsoft der aktuelle Angriff auf sein Herzstück, das Betriebssystem Windows. Mit Google Chrome OS hat Google im Sommer dieses Jahres ein eigenes Computer-Betriebssystem angekündigt. Erste Geräte sollen bereits im zweiten Halbjahr 2010 auf den Markt kommen.

Wie ungemütlich ein solcher Kampf werden kann, hat Google seinem Rivalen bereits im Mobile Sektor mit seinem Betriebssystem Android angedeutet. Es ist eine freie Software für Smartphones, Handys und Netbooks, die nun unter anderem mit Windows Mobile konkurriert. Mit der von Google gegründeten Open Handset Alliance stehen Microsoft dort gleich Dutzende Google-Partnerfirmen sowie eine Heerschar engagierte Entwickler gegenüber. Sie alle fördern Android. Auch beim Google-Betriebssystem Chrome OS soll der Quellcode offen sein. Das heißt, Software-Entwickler haben freien Zugriff und könnten das System mit vereinten Kräften voranbringen. Auch wenn sich schon andere Anbieter an der Windows-Dominanz die Zähne ausgebissen haben: Das Fahrwasser für den Tanker Microsoft wird zunehmend schwerer.

Kommentar
September
16:02 Uhr

Bing ärgert Google ein wenig

geschrieben von Alexander Hüsing

Der Rummel um die neue Suchmaschine Bing scheint mehr als ein Strohfeuer zu sein. Wenige Monate nach dem Start ist Microsofts Antwort auf Google nach einer Erhebung des Marktforschers Nielsen in den USA die dritthäufigst genutzte Suchmaschine. Der Marktanteil im August beträgt 10,7 %. Im Vormonat lag der Marktanteil von Bing nur bei 9 %. Auf dem zweiten Platz steht Yahoo mit 16 % Marktanteil. Unangefochtener Marktführer ist allerdings weiter Google mit beachtlichen 64,6 %. Neben Nielsen bescheinigt auch Comscore Bing gute Zahlen. Demnach steigerte die noch junge Suchmaschine ihren Anteil bei den Suchanfragen im August auf 9,3 %. Zum Start im Juni erreichte Bing nur 8,4 %, im Juli 8,9 %.

An der Spitze steht auch bei ComScore weiter Google mit einem Marktanteil von 64,6 %. den zweiten Platz sichert sich Yahoo mit 19,3 %. Die unterschiedlichen Marktanteile entsehen aufgrund von verschiedenen Messmethoden. Die Trendenz ist jedoch bei beiden Marktforschern eindeutig: Bing luchst Google ein paar Marktanteile ab. Noch ist der Suchgigant dem Herausforderer aber haushoch überlegen. Microsoft wird weiter einen langen Atem brauchen, um Google in Bedrängnis zu bringen. Ein Anfang ist aber gemacht! In Deutschland rangierte Bing im Juni unter den meistgenutzten Internetsuchmaschinen auf dem vierten Platz.

Kommentar
August
12:00 Uhr

Google-Killer oder zahnlose Tiger?

geschrieben von Karsten Zunke

Google fürchtet keine Konkurrenz. Im Gegenteil: Es gibt mehr als 160 Suchmaschinen weltweit, jeden Monat kommt eine neue hinzu. Sie alle haben Google bisher große Freude bereitet, denn das Wasser konnte dem Such-Titan niemand reichen. Bisher jedenfalls. Es dürfte den Jungs aus Mountain View ein verschmitztes Lächeln ins Gesicht getrieben haben, sofern sie denn in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen im deutschen Web wahrgenommen hätten: Von den neuen Google-Killern war zu lesen. Endlich wird der Monopolist vom Thron gestoßen. Wird er?

Viel Hoffnung haben Google-verdrossene in Wolfram Alpha gesetzt. Doch die neue Suchmaschine aus Champaign im US-Staat Illinois ist gar keine Such- sondern eine Antwortmaschine. Sie bedient sich semantischer Technologien, soll den Kontext einer Frage erkennen. Der große Unterschied: Nutzer tippen keine Suchwörter, sondern Fragen in den Suchschlitz. Die schlaue Software erkennt den inhaltlichen Zusammenhang und liefert die passende Antwort – soweit die Theorie. In der Praxis hat das System noch große Lücken. Zu gewaltig sind die Datenmengen, die verarbeitet werden müssen. Wolfram Alpha – bisher nur für englische Sprache einsetzbar – dürfte noch eine ganze Weile benötigen, um sich mit Google messen zu können.

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Bei Hulbee kann der User sogar ohne Tastatur suchen.

Die Ende 2008 gestartet Suchmaschine Wefind hingegen integriert diverse vertikale Spezialsuchmaschinen. Neben Standards wie News, Blogs, Videos oder Bildern werden die Ergebnisse auch sehr speziellen Kategorien – zum Beispiel Arbeitgeber, Ärzte oder Theater – zugeordnet und strukturiert gelistet. Ebenfalls seit gut einem Jahr gibt es Cuil.com. Die Suchergebnisse sollen deutlich relevanter sein als die bekannter Suchmaschinen, versprechen die Betreiber. Auch durchsuche man weitaus mehr Seiten im Web als jede andere Suchmaschine – nach Angaben von Cuil drei mal mehr als Google und zehn mal mehr als Microsoft. Im Mai dieses Jahres startete eine deutsche Version. Doch der große Durchbruch blieb auch ihr bisher versagt.

Im Frühjahr dieses Jahres ist Hulbee angetreten. Die Suchmaschine greift auf den Suchindex von Yahoo zurück. Die Besonderheit: Bei Hulbee kann der User sogar ohne Tastatur suchen. Möglich macht dies eine so genannte Wissenskarte – eine Tag-Cloud für Suchergebnisse. Ein Mausklick auf den jeweils passenden Begriff führt den Nutzer immer tiefer in die Suche – bis zum gewünschten Ergebnis.

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Suchen, Entdecken, Navigieren: Das sind die Haupteigenschaften von Mageleo

Erst seit wenigen Wochen ist die Suchmaschine Mageleo am Start. Der Name ist eine Wort-Zusammensetzung aus Magellan und Galileo. Suchen, Entdecken, Navigieren: Das sind die Haupteigenschaften, welche die Betreiber der neuen Suchmaschine zuschreiben. Die Treffer werden kategorisiert dargestellt. Zoombare Vorschaufenster, vordefinierte Suchanfragen oder eine Quellenauswahl sollen für mehr Übersichtlichkeit sorgen.

Wirklich gefährlich könnten dem Internetgiganten Google in absehbarer Zeit aber wahrscheinlich höchstens Bing und Twitter werden. Bing glänzt allerdings bisher nur in der amerikanischen Version mit mächtigen Funktionen. Dass Google um neue Features wetteifert, darf bezweifelt werden. Denn schon immer hat der Suchgigant seine Nutzer und nicht seine Wettbewerber in den Fokus gerückt. Aber genau hier liegt auch das Problem: Inhalte ändern sich heute sekündlich und User erwarten ebenso aktuelle Ergebnisse. Dies scheint das erste Mal zu sein, dass Google sich mächtig strecken muss. Die Twittersuche findet Informationen in Echtzeit – wenn auch im begrenzten Twitter-Universum. Googles Suchergebnisse sind hingegen mindestens vier bis fünf Minuten alt. Im Echtzeit-Web eine halbe Ewigkeit.

Artikel zum Thema
* Krieg der Welten 2.0: Google vs. Bing
* Großangriff auf Google
* Google motzt seine Suche auf
* Google Maps erkundet die Umgebung
* Bing wächst und gedeiht
* Und es hat Bing gemacht

Kommentar
August
12:00 Uhr

Krieg der Welten 2.0

geschrieben von Karsten Zunke

Die beiden Kontrahenten Google und Bing wetzen weiter die Messer und wollen mit ständig verbesserten Such-Ergebnisssen brillieren. Für die Nutzer auf den ersten Blick eine gute Sache, aber es hat auch unerwartete Nebeneffekte: Denn so leicht lassen die Internetgiganten niemanden mehr von dannen ziehen, der einmal ihr Universum aus Spezial-Suchen und Services betreten hat.

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Wer bei Google sucht, bekommt viele Treffer von eigenen Diensten angezeigt

Videos von Youtube, Standortkarten aus Google-Maps, Nachrichten von Google News, Ergebnisse der Google Bilder- und Blogsuche oder zur Anfrage passende Waren aus der hauseigenen Produktsuche. Still und heimlich verortet Google das World Wide Web in einem Google-Universum und spickt die begehrte erste Suchergebnis-Seite mit Treffern aus den eigenen Diensten.

Google nennt es Universal Search und bietet seinen Nutzern immer mehr Suchtreffer aus der eigenen Galaxis: Mittlerweile drängen so viele Spezialdienste auf die erste Seite, dass man bei manchen Begriffen mächtig scrollen muss, um auch Suchtreffer Nummer zehn zu Gesicht zu bekommen. Doch die smarten Jungs haben ernsthafte Konkurrenz bekommen.

Bing treibt diese Entwicklung auf die Spitze

Bing schickt sich an, Googles Universal Search en passant zu schlagen und treibt diese Entwicklung sogar auf die Spitze. Wer verreisen möchte, klickt auf der US-Startseite der neuen Suchmaschine beispielsweise einfach den Menüpunkt Travel an. Auf der nächsten Seite Abflug und Ankunftsort sowie Reisezeit eingegeben, schon sucht Bing passende Flüge. Die komplette Reiseplanung läuft unter Bing.com. Die Ergebnisse sind kategorisiert nach Zeiten, Zwischenstopps, Airlines, Flughäfen, Flugdauer und den Preisen. Erst zur Buchung wird der Nutzer von der Suchmaschine entlassen und der jeweiligen Airline übergeben.

Auch wer via Bing ein Hotel in New York sucht, findet nicht nur eine Kartendarstellung zur geografischen Lage, sondern diverse Kategorisierungen: Fitness-Center, Swimmingpool und Internetanschluss sind ebenso Selektionsmöglichkeiten wie der Name der Hotelkette oder die Preiskategorie. Die amerikanische Pendants von Websites wie Hotel24 oder HRS sind damit für den Bing nutzenden US-Bürger überflüssig. Selbstverständlich können sich Reiselustige ihre potenziellen Unterkünfte auch aus der Vogelperspektive betrachten: sowohl als Satellitenaufnahme als auch in Form eines schrägen Luftbildes. Noch sind diese Dienste leider – oder aus Sicht von HRS & Co. eher zum Glück – nur in der US-Version von Bing vorhanden.

Bing liefert auch ausführliche Hotelinfos

Bing liefert auch ausführliche Hotelinfos

Internet-User dürfen sich insgesamt über mehr Suchkomfort und bessere Entscheidungshilfen freuen. Neben der bequemen Suche führt diese von Google und Bing forcierte Entwicklung aber auch zu einem: Der Nutzer taucht in das Universum von Microsoft oder in das von Google ein – tiefer denn je.

Erinnerungen an die Anfangszeit des Netzes

Parallelen zur Entstehungszeit des kommerziellen Internets tun sich auf: 1994 sortierten die US-Studenten David Filo und Jerry Yang die damals noch überschaubare Anzahl an Websites nach einer thematischen Hierarchie. Es war die Vorstufe der heutigen Suche. Ein Jahr später gründeten sie Yahoo. In Deutschland war das Internet zu jener Zeit noch hauptsächlich eine geschlossene Veranstaltung. Zutritt zu AOL hatte beispielsweise nur, wer eine proprietäre Zugangssoftware nutzte und sich entsprechend einwählte. Dann konnte er munter über diverse AOL-Angebote und weitere ausgewählte Inhalte von diversen Partnern surfen. Es gab zwar auch Seiten außerhalb dieser Welten – aber warum hätte man sie ansteuern sollen?

Artikel zum Thema
* Großangriff auf Google
* Google motzt seine Suche auf
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Kommentar
Juli
12:05 Uhr

Bing wächst und gedeiht

geschrieben von Alexander Hüsing

Vor wenigen Wochen mottete Microsoft seinen Suchmaschinen-Dienst MSN Live Search ein und schickte stattdessen Bing ins Rennen. Das allgemeine Fazit direkt nach dem Start lautete: Die Volltextsuche liefert zwar viele relevante Ergebnisse ohne Spam, im Vergleich zu Google sind die Ergebnisse aber leider oftmals sehr dünn. Auch die Newssuche ist äußerst schwach. Bing kann vor allem mit der Bildersuche punkten. Zahlreiche Onliner testeten die neue Suchmaschine in den vergangenen Wochen auf Herz und Nieren. Im Juni rangiert Bing in Deutschland unter den meistgenutzten Internetsuchmaschinen bereits auf dem vierten Platz. Insgesamt 5,2 Millionen Nutzern, das entspricht 11,4 % der aktiven Internetnutzer in Deutschland, schauten laut NetView, einem Service des Marktforschers Nielsen, bei Bing vorbei.

Unangefochten an der Spitze der meistgenutzten Internetsuchmaschinen in Deutschland steht weiter Google. Der Suchmaschinengigant verzeichnete im Juni mit über 35 Millionen Nutzern fast sieben Mal mehr Besucher als der neue Herausforderer Bing. Auf den weiteren Plätzen landen die T-Online Suche und Ask.com. In den USA legte Microsoft dank Bing im lukrativen Suchmaschinenmarkt ebenfalls leicht zu: Laut Marktfoscher ComScore stieg der Suchmaschinenmarktanteil von Microsoft von 8 auf 8,4 %. Dickschiff Google blieb unverändert bei 65 %. Mitbewerber Yahoo musste dagegen leicht Federn lassen: Der Marktanteil fiel von 20,1 auf 19,6 %. In Deutschland rangiert Yahoo mit 3,1 Millionen Nutzern bereits deutlich hinter Bing.

Die populärsten Suchmaschinen in Deutschland

Nutzer in Mio. Reichweite in %
1.
Google Search 35,552 78,65
2. T-Online Suche 6,928 15,33
3. Ask.com 5,548 12,27
4. Bing Web 5,168 11,43
5. Yahoo! Search 3,060 6,77
6. Mister Wong 2,395 5,30
7.
AOL Search 1,790 3,96
8. Web.de Suche 1,606 3,55
9.
MSN/Windows Live 0,434 0,96
10. Searchdevil 0,422 0,93

* Nielsen Online, NetView, Germany, @home&work, Juni 2009, Kategorie: Search (nur Web-Search)

Artikel zum Thema
* Und es hat Bing gemacht

Kommentar
Juni
16:00 Uhr

Und es hat Bing gemacht

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Mit Bing geistert seit wenigen Tagen eine neue Suchmaschine durchs Netz. Optisch ist der Microsoft-Ableger eine Art Gegenkonzept zum Branchenprimus Google. Im Gegensatz zum weißen Nichts beim Marktführer bietet Bing optisch ansprechende Landschaften im Posterformat. Aber auch unter der Haube gibt es deutliche Unterschied: Die Volltextsuche liefert zwar viele relevante Ergebnisse ohne Spam, im Vergleich zu Google sind die Ergebnisse aber leider oftmals sehr dünn. Auch die Newssuche ist äußerst schwach. Bing kann vor allem mit der Bildersuche punkten. BetaBuzz dokumentiert einige Meinungen über die neue Suchmaschine:

“Ein Klick auf ein Bild liefert eine Vorschau-Seite der Website, links werden weitere Bilder aus der Fundliste angeboten, oben eine Option, zur Ergebnisliste zurückzukehren. Wie umfangreich die ist, bestimmt man auch selbst. Das alles ist ein bisschen Web anno 1999, es erinnert an die Altavista-Bildsuche vor zehn Jahren, es hat den Charme der Frame-Seiten. Ist das ein Manko? Für Ästheten und Web-Designer vielleicht, sonst keineswegs: Bilder-Stöberer werden das alles lieben. Es mag nicht schön sein, aber es ist funktional.”
Spiegel Online

“Die Suchfunktionen für Bilder und Videos gehören zu den Stärken von Bing. Die Bildersuche präsentiert eine selbstverlängernde Übersicht: Scrollt der Benutzer herunter, so lädt Bing dynamisch weitere Bilder nach. Der Anwender kann die Größe der Vorschaubilder ebenso vorgeben wie Filter. Bing filtert nach Größe und Layout ebenso wie danach, ob es sich um Fotos oder Illustrationen handeln soll. Fährt die Maus auf die Miniatur, so vergrößert Bing sie und zeigt weitere Informationen zum Bild an, etwa die Größe oder die Herkunfts-Site.”
heise online

“Dem ersten Eindruck nach kann Microsoft mit Bing gegenüber Google deutlich aufholen. Bleibt aber die Frage, ob es reicht, eine brauchbare Suchmaschine anzubieten und mit viel Werbung anzupreisen, um das über Jahre gelernte Suchverhalten von Nutzern zu verändern.”
Golem.de

“Derweil hat sich Microsoft von Kinder- und Jugendschützern den Vorwurf eingehandelt, Bing sei eine ‘Pornomaschine’. Schuld ist die Videosuchfunktion, die bei Eingabe einschlägiger Suchbegriffe massenweise Vorschaubilder von Pornofilmen liefert. Bing besitzt zwar einen Filter, der nach eigenen Wünschen eingestellt werden kann und ‘anstößige’ Bilder und Videos herausfiltert. Doch die Umgehung dieses Filters ist kinderleicht. Der Nutzer muss per Mausklick nur bestätigen, dass er über 18 ist.”
heute.de

“Gut gelungen sind auch Multimedia-Features. Die Bildersuche lässt sich einfacher bedienen als die von Google, Videos werden sogar kurz (mit Ton!) angespielt, wenn man sie mit Bing sucht – was auf nutzergenerierten Nachrichtenseiten wie Digg und Reddit gestern augenzwinkernd bereits als ‘ideale Methode, Pornos zu finden’ gepriesen wurde.”
taz

Kommentar

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