Test zum Mobiltelefon Sony Ericsson Aino
Darum geht es: Das Sony Ericsson Aino ist ein eher seltener Mobiltelefon-Smartphone-Hybrid in Slider-Bauweise. Dabei verbirgt sich unterhalb der Bildschirmfläche ein Tastenfeld, das Sie durch einen beherzten Daumenschub freilegen können.
Anschließend halten Sie ein mehr oder weniger herkömmliches Riegel-Handy in der Hand, wobei das Display mit drei Zoll überdurchschnittlich groß ist. Damit nicht genug, denn diese Bildschirmfläche ist auch berührungsempfindlich. So können Sie mit der Fingerspitze über die kratzfeste Mineralglas-Oberfläche streichen und Programme und Menüpunkte anwählen.
An der Rückseite befindet sich eine Foto- und Videokamera, die mit einer Auflösung von 8,1 Megapixeln zu den bildpunktstärksten bei Handys dieser Generation zählt. Über die herstellereigene PlayNow-Plattform erhalten Sie ähnlich wie bei „iTunes“ Zugriff auf Tausende Spiele, Programme und Musik.
Positiv: Vom Design her ist das Sony Ericsson Aino sowohl im geschlossenen als auch im ausgefahrenen Zustand ein Hingucker. Wie von Sony Ericsson gewohnt, gehört das Handy in puncto Audio-Ausgabequalität zu den besten seiner Klasse – das merken Sie beim Telefonieren und beim Abspielen von Musik über den integrierten MP3-Player.
Viel Lob gebührt auch dem Lieferumfang: Sie erhalten ein sehr ordentliches Headset, eine schicke Ladestation sowie einen hochwertigen Bluetooth-Headset-Adapter. Unabhängig davon kann das Sony Ericsson Aino auch mit seiner softwareseitigen Ausstattung überzeugen. Das Gerät ermöglicht schnelle mobile Datenverbindungen und viel Multimedia. Immerhin ließ sich Sony Ericsson dabei auch zu dem einen oder anderen innovativen Feature hinreißen, hier insbesondere dem drahtlosen Zugriff auf die PlayStation 3-Konsole.

Negativ: Preislich bewegt sich das Sony Ericsson Aino in obersten Smartphone-Gefilden. Auch wenn die unverbindliche Preisempfehlung mittlerweile deutlich unterschritten wird, bleibt dieses Design-Gerät ein teures Vergnügen.
Die Kamera, die zunächst mit üppiger Auflösung zu beeindrucken weiß, entpuppt sich eher als mittelmäßig. Die Aufnahme erfolgt träge und erreicht eine nur bedingt bessere Qualität als die meisten aktuellen Fünf-Megapixel-Smartphones.
Deutlich ärgerlicher ist aber der Bildschirm des Aino. So wird der Touchscreen beim Herausschieben des Tastenfelds deaktiviert – einen einleuchtenden Grund gibt es dafür nicht. Hinzu kommt die nicht gerade bedienerfreundliche Benutzeroberfläche, die viele Funktionen der starken Ausstattung nur unzureichend darstellt.
Fazit: Das Sony Ericsson Aino ist ein Experiment, das leider nicht konsequent zu Ende geführt wurde. Der Hersteller hat für eine tolle Ausstattung und ein schickes Design gesorgt, verpasst es jedoch, das Ganze auch gut bedienbar zu machen. Auch die starke Kamera enttäuscht in der Praxis, so dass der hohe Preis fragwürdig bleibt.
- starke Ausstattung
- sehr gute Audioqualität
- reichhaltiges Zubehör
- innovative Funktionen
- schickes Design
- unpraktisch gestalteter Touchscreen
- durchschnittliche Kamera
- suboptimale Benutzeroberfläche
So urteilt Deutschland über das Sony Ericsson Aino
So urteilt Großbritannien über das Sony Ericsson Aino
So urteilt USA über das Sony Ericsson Aino
So urteilt Australien über das Sony Ericsson Aino
So urteilt Frankreich über das Sony Ericsson Aino
So urteilt Indien über das Sony Ericsson Aino
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