Test zum Mobiltelefon RIM BlackBerry Bold 9000
Darum geht es: Mit dem RIM BlackBerry Bold 9000 versucht sich der bekannte Geschäftskunden-Handy-Hersteller einmal mehr im Smartphone-Bereich. Dabei ist das Gerät alles andere als ein klassisches Smartphone, denn die Bedienung erfolgt wie bei fast allen BlackBerrys über eine ausladende QWERTZ-Tastatur unterhalb der Bildschirmfläche. Das wahlweise in schwarz oder weiß erhältliche Gerät setzt dementsprechend einen hohen Fokus auf Kommunikation: Sie versenden und beziehen E-Mails über den altbewährten Push-Dienst des BlackBerry. Bei der mobilen Datenverbindung haben Sie die Auswahl zwischen Edge, UMTS, HSDPA und WLAN. Die Darstellung der herstellereigenen Benutzeroberfläche erfolgt auf einem 480 x 320 Bildpunkte großen Bildschirm.
Dank eines integrierten A-GPS-Modul kann das RIM BlackBerry Bold 9000 auch zur satellitengestützten Straßennavigation verwendet werden. Die dafür benötigte Kartensoftware „BlackBerry Maps“ befindet sich zusammen mit einem Stereo-Headset bereits im Lieferumfang. Multimedia spielt beim RIM BlackBerry Bold 9000 eine eher untergeordnete Rolle: Auf Wunsch greifen Sie auf einen integrierten Medien-Player sowie eine Zwei-Megapixel-Kamera an der Rückseite zurück.
Positiv: Wer schon einmal einen BlackBerry in der Hand hatte, erkennt sofort die Designsprache des Herstellers RIM: Das Gehäuse ist markant abgerundet, hochwertig verarbeitet und ohne jeden Schnörkel – genauso, wie man sich ein Business-Smartphone vorstellt. Das Herzstück des RIM BlackBerry Bold 9000 ist sicherlich seine Tastatur, die mit einem knackigen Druckpunkt eine äußerst schnelle Eingabe ermöglicht. Die Verbindungsausstattung des Geräts umfasst von HSDPA über WLAN bis GPS alle Selbstverständlichkeiten. Dazu kommt ein brillanter E-Mail-Client, den Millionen BlackBerry-Nutzer weltweit über alles halten. Das Display des RIM BlackBerry Bold 9000 fällt durch die Tastatur ziemlich klein aus, ist dafür aber schön scharf und hell.
Negativ: Das Thema Multimedia behandelt RIM immer noch stiefmütterlich, auch wenn die Werbetexte da was anderes zu verkaufen versuchen: So könnte sich der RIM BlackBerry Bold 9000 seine Zwei-Megapixel-Kamera schlichtweg sparen – die meisten Aufnahmen sind verrauscht und unscharf. Echte Multimedia-Freude kann auf einem so kleinen Display ohnehin nicht aufkommen, so dass der RIM BlackBerry Bold 9000 das Prädikat sicherlich nicht verdient. Überraschend auch, dass das Gerät trotz seiner Verbindungspower einen verhältnismäßig schwachen, langsamen Browser einsetzt – im Vergleich dazu ist der „Safari“ eines iPhones haushoch überlegen.
Fazit: Mit dem RIM BlackBerry Bold 9000 erscheint eine gut durchdachte, dezente Modellpflege, die Freunde des Business-Handy-Systems schnell in ihr Herz schließen werden. Dabei setzt der Hersteller vor allem auf seine Tugenden. Schade nur, dass der wichtige Nebenkriegsschauplatz Multimedia dabei einmal mehr vernachlässigt wurde.
- scharfes Display
- hervorragende Tastatur
- toller E-Mail-Client
- gute Verbindungsauswahl
- sehr gute Verarbeitung
- schwache Kamera
- langsamer Browser
- kleiner Bildschirm
So urteilt Deutschland über das RIM BlackBerry Bold 9000
So urteilt Niederlande über das RIM BlackBerry Bold 9000
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