Test zum Mobiltelefon Nokia N900
Das Nokia N900 Smartphone im Test
Darum geht es: Mit dem Nokia N900 ist ein waschechtes Edel-Smartphone mit herausziehbarer QWERTZ-Tastatur erschienen. Einmal ins Querformat gekippt, können Sie darauf auch längere Texte überdurchschnittlich schnell mit zwei Daumen tippen. Während die meisten Smartphones dieser Klasse auf microSD-Speicherkarten setzen, hat Nokia einen üppigen 32 GB großen Pufferspeicher integriert, der auch für längere Videos ausreicht.
Positiv: Die integrierte Fotokamera verwendet ein Objektiv des Markenherstellers Carl Zeiss, das im Dunkeln gleich von zwei Blitzlichtern unterstützt wird. Weiterhin wurde ein A-GPS-Modul integriert, dass das Smartphone mit Hilfe der mitgelieferten Nokia Maps-Software in ein vollwertiges Navigationsgerät umfunktioniert. Damit nicht genug, bietet das Nokia N900 auch eine für Handys unübliche TV-Schnittstelle sowie eine 3,5 mm Klinkenbuchse für handelsübliche Kopfhörer.
Nokia verdient viel Lob für die ungewöhnliche Herangehensweise an die Speicherfrage: Der interne Speicher von 32 GB ist rekordverdächtig und dürfte selbst bei ausgiebiger Nutzung der Multimedia-Funktionen völlig ausreichen. Die Ausstattung ist auch sonst beeindruckend: UMTS, WLAN und EDGE treffen auf Quad-Band-Telefonie und GPS-Navigation. Bei Tageslicht nimmt die Carl Zeiss-Fotokamera sehr gute Aufnahmen auf, die dank TV-Schnittstelle auch über ein optional erhältliches Kabel auf dem großen Schirm ausgegeben werden können – vorbildlich! Das Display hat uns nicht enttäuscht: Kontrast und Farbtreue gehören zu den besten in dieser Smartphone-Klasse. Wer einmal in besonders qualitative Kopfhörer investiert hat, freut sich über die durchaus seltene 3,5 mm Klinkenbuchse an der Gehäuseoberseite. Wie von Nokia gewohnt, wird die schnelle Technik schließlich in einem hochwertigen Gehäuse verpackt.
Negativ: Die Abmessung von 2 x 6 x 11,1 cm ist im Vergleich zu Mitbewerbergeräten – hier vor allem dem iPhone – relativ sperrig. Immerhin ist das Nokia N900 mit 100 Gramm relativ leicht. Während Nokias hauseigene Benutzeroberfläche insgesamt überzeugen kann, fehlt ihr ganz klar die riesige App-Vielfalt eines „Android Market“ oder eines „Apple App Store“. Technische Einstellungen, so beispielsweise für die Nutzung von UMTS und EDGE, hat Nokia darüber hinaus ziemlich verschachtelt umgesetzt: Wer hier keine Vorkenntnisse mitbringt, wird ziemlich viel Zeit mit der Lektüre der Anleitung verbringen.
Fazit: Das Nokia N900 ist zu einem stolzen Preis auf den Markt gekommen. Angesichts der vielseitigen Ausstattung ist dieser aber gerechtfertigt: Wer darüber hinweg sehen kann, dass sich das Gerät in der Hosentasche ziemlich breit macht, erhält hier ein edles Stück High-Tech, das fast keine Wünsche offen lässt. Übrigens: Neben den neuesten Android-Geräten ist das Nokia N900 eines der wenigen Smartphones, das Websites im Flash-Format wiedergeben kann.
- gute Fotokamera
- riesiger interner Speicher
- umfangreiche Ausstattung
- sperriges Gehäuse
- komplizierte Systemeinstellungen
ermittelt aus 6 Tests
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Kommentare
- hehe, und dann sitzen wir mit ner 3d brille in der u-bahn und gucken filme aufm tablet :D
- gaba-gandalf zu Telefunken stellt 3D Tablet T12 vor
- Aber die blaue Stunde, also die Zeit kurz vor dem Sonnenuntergang, ist auch nicht zu verachten ;) ...
- michaelguenther zu Wie verbessere ich die Qualität der Fotos meiner Digitalkamera?
- Klingt interessant, vielleicht ersetz ich meine kaputte Sony dann doch mal. Da haben sich ja Welten ...
- doubleYou zu Nikon präsentiert die neue Coolpix S80







