Test zum Mobiltelefon Nokia E63
Darum geht es: Das Nokia E63 ist ein Smartphone mit vollwertiger QWERTZ-Tastatur in der Tradition der BlackBerry-Geräte. Aus dem Eingabekonzept für zwei Daumen ergibt sich auch die Zielgruppe: Geschäftsleute, die täglich Hunderte E-Mails schreiben müssen. Die will Nokia unter anderem mit der Unterstützung von GPRS, UMTS und WLAN locken. Der Nokia-typische Organizer wurde deutlich erweitert. Zudem können Sie berufliche und private Nutzung des Smartphones in separaten Profilen definieren, zwischen denen Sie fortan mit einem Knopfdruck hin- und herwechseln können.
Auf der Rückseite des Nokia E63 Smartphones findet sich die obligatorische Kamera, die mit 2 Megapixeln (entspricht maximal 1600 x 1200 Bildpunkten) auflöst. Das Gerät weist einen Digitalzoom sowie einen Brennweitenbereich von 4,5 mm auf. Für Unterhaltung sorgt ein Musik-Player, der Dateien des Typs MP3, WMA, AAC, AAC+ und eAAC+ abspielen kann. Dank 3,5 mm Klinkenbuchse können Sie hierfür entweder das mitgelieferte Headset oder Ihre bisher genutzten Kopfhörer anschließen.
Positiv: Im Vergleich zur großen Konkurrenz von RIM ist das Nokia E63 verhältnismäßig kostengünstig: Angesichts des eher mäßigen Anklangs ist der Preis mittlerweile mehrmals gesenkt worden. Der Nachfolger des E71 bietet erneut eine sorgfältige Verarbeitung sowie eine griffige Tastatur: Mit etwas Übung lassen sich auch längere E-Mails sehr schnell eingeben, die Vertipp-Anfälligkeit ist völlig im Rahmen. Auch die Sprachqualität ist sehr gut und frei von Hintergrundrauschen.
Dasselbe gilt für die Audio-Ausgabe des Musik-Players über das mitgelieferte Headset. Die Ausstattung ist nicht besonders üppig, dafür aber kompakt und überraschend leicht zu bedienen: Nokia bietet aufgeräumte Menüs und diverse sinnvolle Internet-Features wie Podcasts und YouTube-Videos.
Negativ: Die Zwei-Megapixel-Kamera rangiert auf dem Niveau des iPhone 2G und ist somit klar veraltet: Die Bilder reichen für einen schnellen MMS-Versand – betrachtet man sie dagegen auf einem Computer-Bildschirm, werden Rauschen und Unschärfe deutlich. Weiterhin muss ein echtes Business-Handy heutzutage unbedingt den Datenturbo HSDPA haben. GPS gehört mittlerweile ebenfalls zur Standard-Ausstattung, glänzt beim E63 allerdings durch Abwesenheit. Insgesamt hat Nokia das Format im Gegensatz zum E71 erhöht, die Ausstattung aber zurückgefahren – ein unverständlicher Schritt.
Fazit: Im Vergleich zum E71 ist das Nokia E63 Smartphone ein klarer Rückschritt – dabei handelt es sich hier wohlgemerkt um das Nachfolgermodell. Weder GPS noch Infrarot oder HSDPA sind an Bord. Auch wenn der Preis gesunken ist, ist das Gerät angesichts aktueller QWERTZ-Geräte nicht mehr zeitgemäß. Wer auf eine sehr gute E-Mail-Eingabe angewiesen ist, wird mit beispielsweise mit dem BlackBerry Bold besser bedient.
- günstiger Anschaffungspreis
- gute Sprachqualität
- gute Audio-Ausgabe
- griffige Tastatur
- bedienungsfreundlich
- gute Verarbeitung
- kein HSDPA
- kein GPS
- schwache Kamera
So urteilt Deutschland über das Nokia E63
So urteilt Großbritannien über das Nokia E63
So urteilt USA über das Nokia E63
So urteilt Australien über das Nokia E63
So urteilt Niederlande über das Nokia E63
So urteilt Indien über das Nokia E63
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