Tipps & Tricks zu Fernsehern
Im Vergleich: Dolby und DTS
Wer schon mal eine DVD gekauft hat, kann mit den Bezeichnungen „Dolby Digital“ und „DTS“ höchstwahrscheinlich etwas anfangen.
Beide stehen für Raumklang-Audioausgabe-Technologien, die ihre größte Zeit mittlerweile hinter sich haben. Das Zauberwort in der Blu-ray-Ära ist „High-Definition-Sound“, denn genauso wie bei der Bildauflösung hat auch der Ton mit dem Generationswechsel von DVD auf Blu-ray einen großen Sprung gemacht. Die aktuellsten Formate hören auf die Bezeichnungen DTS-HD Master Audio und Dolby True HD. Doch da noch sehr viele Haushalte über einen älteren DVD-Player verfügen, spielen auch Dolby Digital und DTS nach wie vor eine sehr wichtige Rolle.
Beide arbeiten ganz klassisch mit sechs Kanälen: Dem Center, einem linken und rechten Kanal, Links-Surround, Rechts-Surround und LFE. Die Signale des komprimierten Datenstroms werden durch einen entsprechenden Receiver zunächst dekodiert und anschließend über das Lautsprecher-System wiedergegeben.

Den Qualitätsunterschied zur aktuellen Generation des Raumklangs merken Sie bei genauerem Hinhören doch deutlich. Der Grund liegt auf der Hand: Bei DVDs mussten die Hersteller aufgrund der sehr begrenzten Datenkapazität tricksen und die Audio-Spuren komprimieren. Die Blu-ray-Disc bietet dagegen deutlich mehr Speicherkapazität und erlaubt damit die Ablage einer unkomprimierten Audio-Spur.
Für den Benutzer eines älteren DVD-Spielers stellt sich daher die Frag: Was ist besser – Dolby Digital oder DTS? Nach den nackten Parametern hat DTS die Nase leicht vorne, da dieser Standard größere Datenmengen für die Audio-Ausgabe einräumt und somit zumindest in der Theorie besser klingt. Eine gute Anlage vorausgesetzt, ist der Unterschied zum Dolby Digital-Standard tatsächlich wahrnehmbar – vor allem in den Höhen klingen entsprechende Medien etwas sauberer. Allerdings ist festzustellen, dass dieser Unterschied auf günstigen Raumklang-Anklangen selbst für erfahrene Ohren kaum zu hören ist. Wenn Ihre Anlage eine mit 128 kbit/s kodierte MP3-Datei in etwa genauso abspielt wie eine 192 kbit/s-Variante, stellt sich die Eingangsfrage erst gar nicht.
Ein wesentlicher Qualitätsfaktor bei vielen DVDs ist die Auswahl zwischen Stereo- und 5.1er-Sound: Sofern Sie eine Auswahlmöglichkeit zwischen DTS und Dolby Digital haben, ist lediglich eine Tonspur des Mediums in 5.1-Surround-Sound und die andere in Stereo- oder gar dem alten Dolby Surround-Verfahren aufgenommen. In einem solchen Fall wählen Sie unbedingt die 5.1-Spur. Ob diese dann mit dem Dolby Digital- oder dem DTS-Verfahren hergestellt wurde, spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Fazit: Dolby Digital und DTS nehmen sich für die Ohren eines Otto-Normal-Verbrauchers nicht viel. Erst wenn Sie über eine professionelle Heimkino-Anlage verfügen, lässt sich aus dem DTS-Verfahren ein Funken mehr herauskitzeln.
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Kommentare
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