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Wenn Photoshop in die falschen Hände gerät
„Photoshop ist gar nicht so kompliziert: Hier ein wenig klicken, dort etwas ausschneiden, nun noch mit dem Weichzeichner rüber und schon haben wir das perfekte Bild. Wozu brauchen wir also Profis, wenn wir auch selbst retuschieren können?“ – Zu welch absurden Ergebnissen solch dilletantischer Umgang mit Photoshop führt, zeigt das Blog PhotoshopDisasters. Täglich präsentieren die Autoren ein Beispiel für besonders missglückte Bildbearbeitung. Darunter sind wenige von Amateuren, die meisten entstammen tatsächlich den Anzeigen und Katalogen großer Marken.
Oft sind es Kleinigkeiten, die auf den Bildern irritieren, und erst ein zweiter Blick enthüllt den Fehler. Da scheint zum Beispiel auf einem Bild der aktuellen Burberry-Kampange das halbe Bein von Emma Watson zu fehlen: Sie schmiegt sich an das männliche Modell und hat ihr rechtes Bein hinter ihn gestellt. Eigentlich müsste der Betrachter nun ein Teil ihres Beines zwischen seinen erkennen, aber offensichtlich hat der Art Director dies bei der Bearbeitung vergessen und es per Photoshop einfach abgeschnitten. Ähnliche Unfälle geschehen bei Gruppenbildern regelmäßig. Nicht nur, dass die Anzahl der Gliedmaßen häufig nicht zur Anzahl der Personen passt, bei der Zusammensetzung des Bildes aus vielen Einzelportraits werden Arme und Beine oft auch merkwürdig verkürzt, verlängert oder verdreht.
Verkürzte Gliedmaßen, überdrehte Torsi und fehlende Reflektionen
Ebenso bereiten Spiegelbilder und Schatten Photoshopnutzern Schwierigkeiten. Auf einem Bild von einem Kreuzfahrtschiff reflektiert das Meer zum Beispiel nur die Berge im Hintergrund, das Schiff vor ihnen aber nicht. Ähnlich spiegeln sich auf vielen Bildern auch Menschen – Vampiren ähnlich – an glänzenden Oberflächen nicht, wenn diese nachträglich eingefügt werden. Der ungeübte Betrachter findet bei den meisten Photoshop-Katastrophen den Fehler nicht auf Anhieb, und selbst die knappen Bemerkungen der Autoren auf photoshopdisasters.blogspot.com geben nur wenig Auskunft. In diese Fällen helfen vor allem die Kommentare der anderen Leser. Mit der Zeit wird das Auge aber geübter und erkennt die visuellen Ungereimtheiten immer schneller. So hilft dieser Blog auch, andere Werbefotos kritscher zu betrachten und missglückte Versuche mit Photoshop häufiger zu erkennen.
Vampire und mehr! Hier geht es zu PhotoshopDisasters
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de erstellt worden.
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Kommentare
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