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Internet ist Flunkernet
Jeder kennt das Problem: Das Internet konfrontiert den geneigten Nutzer eigentlich täglich mit diversen Formularen und Textfeldern, die es auszufüllen gilt. Das unerbittliche Sternchen neben der Leere fordert dabei Informationen ein. Aber muss es wirklich immer die Wahrheit sein? Nein! Der Hightech-Verband Bitkom bestätigt jetzt mit einer Forsa-Umfrage, was jeder Internetnutzer insgeheim schon lange hofft – mit ein bisschen Flunkerei im Netz ist man in guter Gesellschaft.
Jeder vierte Internetbesucher ab 14 Jahren hat im Web schon einmal die Unwahrheit gesagt und falsche Angaben zur eigenen Person gemacht. Das entspricht 23 % der Befragten und hochgerechnet 12 Millionen Deutschen. Liebste Flunkerobjekte der Bundesbürger sind dabei Name und Alter, dicht gefolgt von der Telefonnummer und E-Mailadresse. Überraschendes Ergebnis der Umfrage: Immerhin 14 % der User machen außerdem auch Falschangaben zu ihrem Geschlecht.
„Ausleben ohne negative Folgen“
Die Gründe für alle Schummeleien sind dabei breit gefächert. Während viele Internetnutzer sich dadurch schlicht und einfach gegen die ständige Informationsabfrage und unerwünschte Werbung im Netz wehren, machen andere ganz bewusst falsche Angaben. Jeder sechste will sich so im Internet „ausleben ohne negative Folgen“ befürchten zu müssen, Spaß ohne Reue sozusagen. Weitere zehn Prozent suchen Inkognito nach einem neuen Partner und manche haben nach eigenen Aussagen einfach Freude daran, andere zu belügen.
Gerade weil man im World Wide Web nie persönlich auf seinen Gegenüber trifft, gilt es laut Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer, in den Tiefen des Netzes wie auch im echten Leben eine gesunde Skepsis zu bewahren und nicht willkürlich alle Informationen über sich preiszugeben. Was jeder Dritte nämlich laut Umfrage bisher vernachlässigt: Oft können die Sicherheitseinstellungen der Websites manuell verändert werden. Vor allem bei Internet-Communitys wie StudiVZ, Facebook oder XING kann jeder selbst entscheiden, wer welche Angaben sehen darf. Gesundes Misstrauen heißt demnach das Zauberwort und gelegentliches Flunkern ist dabei durchaus erwünscht.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de erstellt worden.
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Kommentare
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