Das BetaBuzz-Archiv
Communitys für die Hosentasche
Soziale Netzwerke im Internet gehören heute für viele Menschen selbstverständlich zur Kontaktpflege mit ihren Freunden und Bekannten. So verwundert es nicht, dass es bereits einige Ansätze gibt,die das Prinzip auch auf den mobilen Bereich ausweiten. Denn gerade auf dem Handy ist die Community jederzeit verfügbar, Kontakte können von unterwegs gepflegt, Gedanken ausgetauscht und Bilder oder Videos sofort mit den Freunden geteilt werden. Wartezeiten und Gelegenheiten zu einem schnellen Checken von Nachrichten oder einem kurzen Überblick über die Aktivitäten der Freunde finden sich im Alltag genügend.

Während Facebook, StudiVZ & Co. für die gängigen Mobiltelefone noch nicht mit optimal funktionierenden Versionen aufwarten, haben die Handy-Communitys in diesem Bereich freie Bahn. Sie wurden speziell für die Handhabung auf dem Handy entwickelt und berücksichtigen längere Ladezeiten, die kleineren Displays sowie Einschränkungen in der Bedienung, wie zum Beispiel das Fehlen einer Maus. In der Regel können sie auf allen neueren Mobiltelefonen installiert werden. Stellt sich nur die Frage: Warum sollte sich ein Nutzer bei einer weiteren Community anmelden? Die Betreiber der einzelnen Dienste versuchen mit den verschiedensten Ansätzen, Anreize für eine Mitgliedschaft zu schaffen. Eins ist allen gemein: Sie nutzen die Vorteile der ständigen Verfügbarkeit des Handys – zu Hause, unterwegs, in der Schule und der Uni, oder am Arbeitsplatz.
a) Wissen, wer in der Nähe ist: aka-aki
Ursprünglich als Diplomprojekt an der Universität der Künste in Berlin gedacht, hat sich aka-aki zu einem eigenen Unternehmen gemausert und im April 2008 seinen Social-Networking-Dienst gestartet. Die aka-aki-Software muss auf dem Handy installiert werden und findet anschließend Menschen in der Nähe – vorausgesetzt, sie nutzen ebenfalls aka-aki. Auf diese Weise können die Nutzer sowohl erfahren, wo sich ihre Freunde gerade aufhalten, als auch neue Bekanntschaften machen und sich deren Profile vorab auf dem Handy anzeigen lassen. Laut eigenen Angaben nutzen fast 270.000 Menschen weltweit das mobile Netzwerk. Ein bisschen Glück gehört trotzdem dazu, tatsächlich ein anderes Mitglied über aka-aki zu finden.
b) Spaß und Spiele, wann immer Zeit dafür ist: qeep
Ein starkes internationales Userwachstum verzeichnet qeep. Die Handy-Community wurde im November 2006 von der Blue Lion Mobile GmbH auf den deutschen Markt gebracht, im März 2008 folgte der Launch einer englischsprachigen Version und damit der Startschuss zur internationalen Expansion. Kürzlich wurden 2 Millionen Mitglieder weltweit gezählt. Dabei geht es innerhalb der Community vor allem um eines: Spaß. Live-Spiele gegen andere User (auf Wunsch auch um Geld), das Anlegen von Fotoalben, Chatten oder Stöbern nach neuen Kontakten sind die Funktionen, welche die Nutzer unterwegs unterhalten sollen. Eine Lokalisierung von Freunden oder anderen “Qeepern” ist nicht möglich.
c) Entdecken, was los ist: qiro
Einen ähnlichen Ansatz wie aka-aki verfolgt die mobile Community qiro. Auch hier spielt die Lokalisierung von Freunden eine wichtige Rolle, hinzu kommt ein integriertes Event- und Branchenverzeichnis. Wer sich die Software auf sein Handy lädt, erhält stets eine Antwort auf die Fragen: Wo bin ich? Welcher meiner Feunde ist in meiner Nähe? Was passiert in meiner Umgebung? Auch hier gilt: die Freunde müssen ebenfalls bei qiro registriert sein, um über den Buddy Finder lokalisiert werden zu können. Über ein Instant Messaging System können die Freunde zueinander Kontakt aufnehmen. Darüber hinaus zeigt qiro so genannte Points of Interest an, wie beispielsweise Cafés, Restaurants oder Geschäfte.
Was kostet es?
In der Regel sind Registrierung, Download der Software und deren Nutzung kostenlos. Trotzdem fallen jedoch bei allen Communitys Kosten für den Datentransfer im mobilen Internet an, die an den jeweiligen Netzbetreiber entrichtet werden müssen. Die Preisspanne ist hier relativ hoch, weshalb unbedingt vor der ersten Nutzung Informationen über den eigenen Tarif eingeholt werden müssen. Wichtig ist dabei zu wissen, welche Datenmengen in der Regel monatlich übertragen werden, um anschließend das günstigste Datenpaket ermitteln zu können.
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de erstellt worden.
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