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Monatsarchiv für Juli 2009

Juli
16:05 Uhr

Wochenrückblick 31/2009

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Zum Wochenausklang noch einmal eine Übersicht mit allen Artikeln der vergangenen Tage im Schnelldurchlauf.

Unterhaltung nach Geschmack
Heutzutage ist das Angebot an Musik, Filmen und Büchern schier unendlich. Beim Entdecken von Neuem in diesen Bereichen, das auch noch den eigenen Geschmack trifft, soll weLike helfen. Was genau steckt dahinter? Die beiden Hamburger Gründer Boris Rogosch und Björn Mathes beschreiben ihr Projekt als ein “Social Entertainment Discovery Network”.

Twitter ist nur ein Hype
Der Mikrobloggingdienst Twitter ist derzeit das Thema im Netz: Der Dienst zieht weltweit immer mehr Menschen in seinen Bann. Trotzdem ist Twitter für die meisten Profi-Onliner, die das Web wie ihren Westentasche kennen, nur ein Hype. Jeder zweite dieser sogenannten Internet-Professionals verwendet Twitter aktiv zum Verfassen eigener oder zum Lesen fremder Twitter-Meldungen: 50 % der Nutzer schreiben mehrfach pro Woche eigene Twitter-Meldungen.

Google startet Friend Connect
Eine weitere Spielerei aus dem Hause Google ist seit einigen Tagen auch auf dem deutschen Markt. Google Friend Connect ist kostenlos unter google.com/friendconnect erhältlich und bietet Webseitenbetreibern zahllose Funktionen, ihre Internetpräsenz aufzupeppen und neue Nutzer anzulocken. Einmal mehr verwischt damit die Grenze zwischen sozialen Netzwerken und klassischen Websites.

Gutscheinhandel im Internet
Die Idee der Geschenkgutscheine ist eigentlich eine gute Sache: Der Beschenkte kann sich so selbst aussuchen, was er wirklich braucht. Der Haken: Manchmal wäre Geld das bessere Geschenk gewesen. Genau an dieser Stelle kommen Thomas Stehle und seine Mannschaft ins Spiel. Das Start-up der Münchner heißt GutscheinSpezialist.

Gebremste Reiselust!
Kaum ist die Welle der letzten Studie zum Thema Reisen verebbt, erscheint auch schon die nächste: Erst kürzlich haben wir über die Bitkom-Studie zum Buchungsverhalten deutscher Onliner berichtet. Die repräsentative Umfrage ergab, dass etwa 12 Millionen Deutsche ihren Urlaub in diesem Jahr online buchen. 7,2 Millionen haben dies bereits getan und weitere 5 Millionen wollen es noch tun. Nun legt Fittkau & Maaß nach: Im Rahmen der aktuellen W3B-Studie untersuchte der Marktfoscher das Reiseverhalten der Onliner und fanden heraus, dass sich die Nutzer bei ihren Reise-Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückhaltender zeigen.

Heimliche Webgiganten: Chefkoch.de
Auf der Suche nach Kochideen führt im deutschsprachigen Web kein Weg an Chefkoch.de vorbei. Rund 140.000 Rezepte bündelt die 1998 gestartete Plattform. In der angeschlossenen Community, in der nach eigenen Angaben 550.000 Hobbyköche angemeldet sind, diskutieren die Nutzer leidenschaftlich über die vielen Rezepte. Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) zählte im Juni beeindruckende 11,7 Millionen Visits und 103,5 Millionen Page Impressions.

Exklusiv netzwerken
Juuuz, das Netzwerk von Alexander Khanbolooki und seinen Mitstreitern verfolgt einen gewissen exklusiven Anspruch: “Die Besonderheit unseres Netzwerkes besteht darin, dass Mitglieder des anderen Geschlechts gemeinsam beschließen, ob ein neuer Bewerber in die Gemeinschaft aufgenommen wird”, erklärt Khanbolooki das Konzept. Wer nach drei Tagen über 50 % positive Stimmen bekommen habe, werde als Mitglied aufgenommen.

Orientierungslos im Web!?
Suchmaschinen sind die Verteilerkästen im World Wide Web. Dienste wie Google und Co. sorgen dafür, dass Online-Nutzer zu den Informationen gelangen, die sie suchen. Ohne Suchmaschinen wäre das Internet vermutlich noch kein Massenmedium. Der Großteil der Nutzer würde viele interessante Webseiten überhaupt nicht finden und spannende Webprojekte würden deutlich weniger Nutzer auf sich aufmerksam machen können.

Großangriff auf Google
Nach endlosen Spekulationen ist es nun endlich offiziell: Die Software-Schmiede Microsoft und der Web-Pionier Yahoo machen künftig gemeinsame Sache im Kampf gegen Google. Der angeschlagene Internetriese Yahoo mottet seine eigene Suchtechnologie ein und setzt stattdessen auf Bing, die neue Suchmaschine aus dem Hause Microsoft.

Treffen im Online-Club
Als eine “virtuelle Verständigungsplattform für Jugendliche” bezeichnen Alexander Jorias und Ingo Frick ihr jüngstes Projekt Club Cooee. Die beiden sind nicht neu in der Branche. Bereits 1999 haben sie das Spielestudio Massive Development gegründet, außerdem die 3D-Spiele-Engine krass-Engine entwickelt sowie Spiele wie “Die Siedler”, “Schleichfahrt” und “Aquanox” geschaffen. Ihre neueste Entwicklung ist nun aber der Online-Club Club Cooee in Form eines 3D-Messengers.

Wirklich günstig fliegen
Jeder kennt das Problem mit teueren Billigfliegern: Eigentlich wollte man nur einen günstigen Flug buchen, doch kaum klickt man weiter ist dieser durch Gebühren und Steuern oft mehr als doppelt so teuer. Wer dennoch nach echten Flugschnäppchen suchen möchte, ist bei Flug-Suchmaschinen wie swoodoo oder Fly.de genau richtig.

Die populärsten Blogs Deutschlands
Der einstige Spitzenreiter Basic Thinking rutscht weiter ab – diesmal reicht es nur noch für den fünften Platz. Auf den vierten Platz kämpft sich StyleSpion, Blog über schöne Dinge aller Art. Das Politikblog netzpolitik.org steht dagegen weiter unangefochten an der Spitze der deutschen blogcharts.

Online Sprachen lernen
Sprachen lernen kann man auch online, in virtuellen Klassenzimmern. So zum Beispiel in der Sprachschule LearnShip. Das E-Learning-Projekt wurde vom ehemaligen Bertelsmann-Manager Sushel Bijganath, der zuvor für die deutsche RTL-Senderfamilie das Onlinegeschäft verantwortete und auch die strategische Unternehmensentwicklung der TV-Sendergruppe leitete, gegründet.

Silver Surfer stürmen das Internet
Computer können echte Rätsel aufwerfen – vor allem wenn mal etwas nicht so funktioniert wie wir es wollen. Und dann auch noch diese vielen Möglichkeiten: Fotos bearbeiten, Einkaufen, Freunde treffen. Längst haben sich diese Vorteile des World Wide Webs auch bei älteren Menschen herumgesprochen. Viele der über 50-Jährigen haben zu recht gar keine Berührungsängste mehr mit einem PC – und erst recht nicht mit dem Internet.

Kommentar
Juli
12:05 Uhr

Silver Surfer stürmen das Internet

geschrieben von Julia Schwabe

Computer können echte Rätsel aufwerfen – vor allem wenn mal etwas nicht so funktioniert wie wir es wollen. Und dann auch noch diese vielen Möglichkeiten: Fotos bearbeiten, Einkaufen, Freunde treffen. Längst haben sich diese Vorteile des World Wide Webs auch bei älteren Menschen herumgesprochen. Viele der über 50-Jährigen haben zu recht gar keine Berührungsängste mehr mit einem PC – und erst recht nicht mit dem Internet. Spezielle EDV- und Internet-Kurse mit klangvollen Titeln wie “Keine Angst vor Computern” erleichtern dem sogenannten Silver Surfer den Einstieg in das weltweite Datennetz. Die Zahl der älteren Semenster stieg in den vergangenen Jahren extrem an: Inzwischen sind 26,5 % der deutschen Internet-Nutzer nach einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) 50 Jahre und älter.

Platinnetz

Ganz hoch im Kurs stehen bei den Best-Agern Urlaubs- und Nachrichtenportale, Online-Shops sowie Seiten mit lokalen Informationen. Aber auch Foren, Chats und Blogs werden bereits von mehr als einem Drittel der Silver Surfer genutzt, so eine Onlinebefragung des IFAK aus dem April dieses Jahres. Speziell an ältere Semester richten sich Online-Communitys und soziale Netzwerke wie Platinnetz, Feierabend.de oder Herbstzeit.de. Der Schwerpunkt dieser Plattformen liegt auf dem Austausch und der Kommunikation unter den Usern. In Foren und Chats lernen sich die Mitglieder kennen und diskutieren über alles, was ihnen wichtig ist.

Eine der ältesten deutschen Communitys für Silver Surfer ist Feierabend.de mit mittlerweile über 150.000 Mitgliedern. Die Nutzer treffen sich nicht nur im Netz, sondern organisieren in 80 Regionalgruppen Ausflüge und Treffen in der realen Welt. Herbstzeit.de bietet neben einer Community noch zahlreiche kostenlose Informationen zu Themen wie Mode, Essen, Reisen, Garten oder auch Vorsorge und Trauer. Dabei orientieren sich die Inhalte an einem neuen Bild des Alterns und ersetzen das traditionelle Seniorenbild durch realistische und zeitgemäße Bilder und Wünsche der Generation 50 plus.  Platinnetz wiederum will die Lücke zwischen den Angeboten für junge Nutzer und den Senioren im deutschsprachigen Raum schließen.  Zielgruppe der Online-Community sind Nutzer ab 40 Jahren.

Kommentar
Juli
08:00 Uhr

Online Sprachen lernen

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Sprachen lernen kann man auch online, in virtuellen Klassenzimmern. So zum Beispiel in der Sprachschule LearnShip. Das E-Learning-Projekt wurde vom ehemaligen Bertelsmann-Manager Sushel Bijganath, der zuvor für die deutsche RTL-Senderfamilie das Onlinegeschäft verantwortete und auch die strategische Unternehmensentwicklung der TV-Sendergruppe leitete, gegründet. Zu den Investoren von LearnShip zählen unter anderem die Samwer-Brüder mit dem European Founders Fund, Oliver Jung und Riccardo Zacconi. Die Idee zur Web-Sprachschule kam Bijganath im Urlaub in Indien: In einem Internetcafe schaltete er sich in eine Webkonferenz eines IT-Freundes aus Deutschland zu. “Die Firma, für die er tätig war, hatte diese neuartige Software lizenziert. Ich war verblüfft, wie einfach und gut wir miteinander sprechen konnten und wie leicht es war, gemeinsam Dokumente anzusehen und zu bearbeiten”. Als sich später dann noch seine Freundin darüber beklagte, dass sie seit ihrem Einstieg in eine Unternehmensberatung zwecks gestiegener Reisetätigkeit keinen Sprachunterricht mehr nehmen konnte und ihr die typischen CD-ROMs zum Selbstlernen nicht helfen würden, war LearnShip geboren.

“Live-Learning in virtuellen Klassenzimmern ist in Deutschland noch nahezu unbekannt. In Asien und den USA hingegen gilt diese Lernform bereits als äußerst effektiv und begründet das schnellst wachsende Segment im Bildungsbereich. Mit LearnShip wollen wir diesen Trend in Deutschland mitgestalten. Hochwertige Bildung soll so für Jedermann zu jeder Zeit und von jedem Ort aus einfach zugänglich und gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erschwinglich werden”, sagt Bijganath. Um LearnShip benutzen zu können, ist lediglich ein handelsüblicher Computer mit DSL-Anschluss erforderlich. Software muss keine installiert werden. Für die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer ist ein Festnetztelefon oder ein PC-Headset nötig. Das Kursangebot von LearnShip richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Geschäftsleute. Unterrichtet wird zunächst nur Englisch. Weitere Sprachen sind in Planung. Neben Kleingruppenunterricht gibt es in der Cyber-Sprachschule auch Einzelunterricht. Die Kurse und Lernprogramme im Einzelunterricht sind jederzeit pausierbar. Der Gruppenunterricht findet zu festen Zeiten statt. Die Sprachlehrer bei LearnShip sind laut Website “alle zertifizierte Muttersprachler aus England, den USA, Kanada oder Australien”. Die Kosten für den Einzelunterricht betragen beim Kauf von “3 Stunden à 45 Minuten” 29,90 Euro pro Unterrichtsstunde. Gruppenunterricht gibt es ab 12,49 Euro pro Unterrichtsstunde.

Immer mehr Sprachdienste bevölkern das Netz

Neben LearnShip kümmern sich schon eine ganze Reihe anderer Start-ups um das Thema Sprachenlernen über Internet. Bei babbel können Nutzer ihren Wortschatz über eine Verknüpfung von Bildern und Tönen verbessern. Die Mannschaft von bab.la setzt auf eine Mischung aus Wörterbuch- und Lernplattform. Außerdem existieren noch die Lernplattformen Palabea und Lingorilla.

In Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de

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Juli
16:06 Uhr

Die populärsten Blogs Deutschlands

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Der einstige  Spitzenreiter Basic Thinking rutscht weiter ab – diesmal reicht es nur noch für den fünften Platz. Auf den vierten Platz kämpft sich StyleSpion, Blog über schöne Dinge aller Art. Das Politikblog netzpolitik.org steht dagegen weiter unangefochten an der Spitze der deutschen blogcharts. Jede Woche liefern die deutschen blogcharts eine Liste mit den populärsten Blogs in der deutschsprachigen Bloggerszene. Kennzahl ist dabei die Zahl der Verlinkungen eines Blogs innerhalb der Blogosphäre.

Die zehn populärsten Blogs Deutschlands – Ausgabe 30/2009

1. (1) netzpolitik.org

2. (2) Nerdcore

3. (3) Spreeblick

4. (5) StyleSpion

5. (4) Basic Thinking Blog

6. (6) BILDblog

7. (7) Stefan Niggemeier

8. (8) law blog

9. (9) netzwertig.com

10. (10) stadt-bremerhaven.de

Eine Liste mit den 100 populärsten Blogs gibt’s nur bei deutsche blogcharts.

Kommentar
Juli
12:05 Uhr

Wirklich günstig fliegen

geschrieben von Julia Schwabe

Jeder kennt das Problem mit teueren Billigfliegern: Eigentlich wollte man nur einen günstigen Flug buchen, doch  kaum klickt man weiter ist dieser durch Gebühren und Steuern oft mehr als doppelt so teuer. Wer dennoch nach echten Flugschnäppchen suchen möchte, ist bei Flug-Suchmaschinen wie swoodoo oder Fly.de genau richtig.

Die Münchner Meta-Suchmaschine swoodoo ging im März 2007 online und hat sich seit dem zur führenden Flug-Suchmaschine Deutschlands entwickelt. Swoodoo durchforstet komplett kostenfrei nahezu alle Datenbanken von Airlines und Online-Reisebüros und bietet dabei wirklich viel Komfort: Die Suchmaschine listet Billig-, Ferien- und Linienflieger auf, kombiniert Hin- und Rückflüge verschiedener Airlines und leitet auf die Websites des günstigesten Anbieters weiter.

Fly.de

Ebenfalls aus München stammt die sehr klar strukturierte und besonders benutzerfreundliche Seite Fly.de. Seit April 2005 online, kombiniert sie als einziger Anbieter Billig-, Charter- und Linienflüge und bietet insbesondere mit der Suchfunktion Best Mixx günstige Angebote für Hin- und Rückflüge mit verschiedenen Airlines. Darüber hinaus zeigt die Suche auf Wunsch auch Flüge von Nachbar-Flughäfen. Ein besonderes Schmankerl ist die Detailansicht der Hotels im geplanten Reiseziel. Im Bereich “Lastminute- & Pauschalreise” können sich Urlaubsuchende anhand der Funktionen “HotelClip”, “Katalog” sowie “Tips & Deals” zusätzliche Informationen und Bildmaterial anzeigen lassen. So macht die Flugsuche Spaß. Und teuere Billigfliege gehören dank swoodoo und Fly.de der Vergangenheit an.

Kommentar
Juli
08:02 Uhr

Treffen im Online-Club

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Als eine “virtuelle Verständigungsplattform für Jugendliche” bezeichnen Alexander Jorias und Ingo Frick ihr jüngstes Projekt Club Cooee. Die beiden sind nicht neu in der Branche. Bereits 1999 haben sie das Spielestudio Massive Development gegründet, außerdem die 3D-Spiele-Engine krass-Engine entwickelt sowie Spiele wie “Die Siedler”, “Schleichfahrt” und “Aquanox” geschaffen. Ihre neueste Entwicklung ist nun aber der Online-Club Club Cooee in Form eines 3D-Messengers.

club-cooee-screenshot

Im Club Cooee trifft man sich online in 3D

Die jugendlichen Nutzer können in der neuen 3D-Welt chatten, Leute treffen, Musik hören, Websites verlinken, Bilder tauschen und ihren eigenen Raum einrichten. Allerdings erst nach dem Herunterladen der Club-Cooee-Software. Wenn dies erledigt ist, können die User sofort andere Club-Cooee-Nutzer treffen – und zwar direkt auf dem eigenen Windows-Desktop. Die dazugehörige Website bietet eine Community, die eng mit dem Club Cooee-Messenger verbunden ist. Zusätzlich gibt es auch noch einen Bezahlbereich von Club Cooee. Dort können die jungen Nutzer ihr Taschengeld in die individuelle Ausstattung ihrer 3-D-Welt investieren. Vom Club-Cooee-Konzept überzeugt ist Aurelia Private Equity. Der Risikokapitalgeber, der unter anderem bei Bigpoint, JobTV24 und GeckoLogic mit an Bord ist, investierte im vergangenen Jahr eine unbekannte Summe in das Start-up aus Kaiserslautern.

In Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de

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Juli
16:00 Uhr

Großangriff auf Google

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Nach endlosen Spekulationen ist es nun endlich offiziell: Die Software-Schmiede Microsoft und der Web-Pionier Yahoo machen künftig gemeinsame Sache im Kampf gegen Google. Der angeschlagene Internetriese Yahoo mottet seine eigene Suchtechnologie ein und setzt stattdessen auf Bing, die neue Suchmaschine aus dem Hause Microsoft. Wobei einige technologischen Aspekte der Yahoo-Suche, für die Mircosoft eine Lizenz erhält, vermutlich in Bing weiterleben werden. Yahoo kümmert sich im Gegenzug um die Vermarktung der Suche und wird an den Einnahmen beteiligt. Das Ziel der Kooperation, die zehn Jahre laufen soll, ist eindeutig: Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Google Marktanteile abluchsen.

Erst vor wenigen Wochen mottete Microsoft seinen Suchmaschinen-Dienst MSN Live Search ein und schickte stattdessen Bing ins Rennen. Das allgemeine Fazit direkt nach dem Start lautete: Die Volltextsuche liefert zwar viele relevante Ergebnisse ohne Spam, im Vergleich zu Google sind die Ergebnisse aber leider oftmals sehr dünn. Auch die Newssuche ist äußerst schwach. Bing kann vor allem mit der Bildersuche punkten. Im Juni rangierte Bing in Deutschland unter den meistgenutzten Internetsuchmaschinen bereits auf dem vierten Platz. Insgesamt 5,2 Millionen Nutzern, das entspricht 11,4 % der aktiven Internetnutzer in Deutschland, schauten laut NetView, einem Service des Marktforschers Nielsen, bei Bing vorbei. In den USA legte Microsoft dank Bing im lukrativen Suchmaschinenmarkt ebenfalls leicht zu: Laut Marktfoscher ComScore stieg der Suchmaschinenmarktanteil von Microsoft von 8 auf 8,4 %. Dickschiff Google blieb unverändert bei 65 %.

Damit dieser Vorsprung kleiner wird, müssen sich Microsoft und Yahoo ordentlich anstrengen. Um näher an Google ran zu kommen, hatte Microsoft im vergangenen Jahr bereits versucht, Yahoo zu übernehmen. Stattliche 45 Milliarden Dollar wollte Microsoft zahlen. Yahoo lehnte aber ab. Zumindest in Sachen Suche machen die beiden Unternehmen nun doch gemeinsame Sache. In anderen Geschäftsbereichen wie E-Mail und Instant Messaging bleiben die Partner dagegen Konkurrenten. Noch kann sich die Google-Mannschaft das Treiben rund um Bing in aller Ruhe ansehen: In den vergangenen Jahren gab es schon diverse Großangriffe auf Google. Ausruhen darf sich der Marktführer aber nicht. Zumal sich viele Nutzer eine ordentliche Alternative zu Google wünschen.

Artikel zum Thema
* Bing wächst und gedeiht
* Und es hat Bing gemacht

Kommentar
Juli
12:05 Uhr

Orientierungslos im Web!?

geschrieben von Alexander Hüsing

Suchmaschinen sind die Verteilerkästen im World Wide Web. Dienste wie Google und Co. sorgen dafür, dass Online-Nutzer zu den Informationen gelangen, die sie suchen. Ohne Suchmaschinen wäre das Internet vermutlich noch kein Massenmedium. Der Großteil der Nutzer würde viele interessante Webseiten überhaupt nicht finden und spannende Webprojekte würden deutlich weniger Nutzer auf sich aufmerksam machen können. Eine Finanzierung von Web-Projekten wäre somit sehr wahrscheinlich noch viel schwieriger als es ohnehin schon ist. Nach einer repräsentativen Online-Umfrage des Marktfoschers Fittkau & Maaß im Auftrag der Marketing-Agentur eprofessional würden knapp 60 % der deutschen Internet-Nutzer Suchmaschinen sehr vermissen: 16 % davon gaben an, ohne Suchmaschinen im Internet orientierungslos zu sein. Die restlichen 43 % würden ihren Surfhorizont ziemlich eingeschränkt sehen, wenn sie Google nicht mehr für die Internetsuche benutzen könnten.

Nur ein Drittel der deutschen Internet-Nutzer behauptet, auch ohne Suchmaschinen im Internet einigermaßen zurechtzukommen. Zwei Prozent sehen auch ohne Google keine Auswirkungen auf ihre Orientierungsfähigkeit im Netz. “Suchmaschinen sind gewissermaßen der Gatekeeper, wenn Verbraucher sich im Internet auf die Suche nach Produkten und Dienstleistungen begeben”, sagt Martin Hubert, Geschäftsführer von eprofessional. “Wer dort nicht sichtbar ist, existiert für die Mehrheit der deutschen User nicht”. Wie bedeutend die Suchmaschinen für das Internet sind zeigt die Anzahl der täglichen Suchanfragen: Allein in Deutschland werden Tag für Tag mehr als 123 Millionen Suchanfragen gestellt. Die Suche dürfte damit die häufigste Tätigkeit im Internet überhaupt sein.

Ohne Suchmaschinen wäre das Internet kaum zu gebrauchen

Es bleibt die Frage: Wie sähe das Internet ohne Suchmaschinen aus? Vermutlich würde es – wie in den Anfangszeiten des Internets – diverse Online-Angebote geben, die regelmäßig in Kurzform über spannende Internetseiten berichten. Viele Menschen würden Sammlungen zu bestimmten Themen wie Sport, Wirtschaft, Comics anlegen und diese im Netz veröffentlichen. Letztendlich sind aus solchen Sammlungen viele Web-Verzeichnisse entstanden. Diese wurden dann später von den reinen Suchdiensten abgelöst. Das Internet wäre heutzutage ohne diese Suchmaschinen kaum zu gebrauchen. Ohne Suchmaschinen hätte sich das Internet aber auch kaum in der heutigen Form entwickelt.

Kommentar
Juli
08:00 Uhr

Exklusiv netzwerken

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Juuuz, das Netzwerk von Alexander Khanbolooki und seinen Mitstreitern verfolgt einen gewissen exklusiven Anspruch: “Die Besonderheit unseres Netzwerkes besteht darin, dass Mitglieder des anderen Geschlechts gemeinsam beschließen, ob ein neuer Bewerber in die Gemeinschaft aufgenommen wird”, erklärt Khanbolooki das Konzept. Wer nach drei Tagen über 50 % positive Stimmen bekommen habe, werde als Mitglied aufgenommen. Mit einem sogenannten No-Fake-Check wollen die Juuuz-Macher verhindern, dass sich Mitglieder mit fremden Fotos anmelden. Jedes Mitglied muss mindestens ein Foto einsenden, bei dem die Juuuz-Webseite auf einem Bildschirm zu sehen ist. “Einfach, aber wirkungsvoll”, sagt Mit-Gründer Martin Winkler.

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Bei der Bewertung der Bewerber dürfte das Aussehen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten eine große Rolle spielen. Daneben legen die Münchner aber ebenso Wert auf charakterliche Gemeinsamkeiten. Letztendlich geht es bei Juuuz also doch auch um innere Werte. “Bekannte Modelagenturen haben uns schon ihre Zusage für eine Zusammenarbeit gegeben, etwa Visage Models aus Österreich, Talents Models, PS-Models, Vivienne Models aus Deutschland und Diva Models aus Dubai”, sagt Khanbolooki. Im Grunde ist Juuuz damit eine Mischung aus “Hot or not” und Castingkatalog samt angeschlossener Community. Geld verdienen wollen die Betreiber mit ihrem Konzept auch und zwar “durch eigene Offline-Events und Kooperationen”. Außerdem gibt es eine Mitgliedkarte, die Eintritt und Vorteile für begehrte Clubs gewährt.

In Zusammenarbeit mit deutsche-startups.de

Kommentar
Juli
16:05 Uhr

Heimliche Webgiganten: Chefkoch.de

geschrieben von Veronika Donnerbauer

Auf der Suche nach Kochideen führt im deutschsprachigen Web kein Weg an Chefkoch.de vorbei. Rund 140.000 Rezepte bündelt die 1998 gestartete Plattform. In der angeschlossenen Community, in der nach eigenen Angaben 550.000 Hobbyköche angemeldet sind, diskutieren die Nutzer leidenschaftlich über die vielen Rezepte. Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) zählte im Juni beeindruckende 11,7 Millionen Visits und 103,5 Millionen Page Impressions. Noch beeindruckender sind allerdings die AGOF-Zahlen: 3,34 Millionen Unique User steuern den heimlichen Webgiganten demnach monatlich an. Völlig zurecht darf sich Chefkoch.de damit “Europas größte Kochseite” nennen.

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Das Anrühren der Rezeptsammlung im Jahre 1998 war im Grunde nur ein Zufall: Ein Programmierer des Betreibers Pixelhouse wollte eigentlich nur die Leistungsfähigkeit einer neuen Datenbank ausprobieren. Zu Testzwecken stellte er eine Rezeptsammlung zusammen. Die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf: Chefkoch.de setzte sich gegen alle Konkurrenten durch. Mit CooksUnited.co.uk versucht die Rezeptsammlung inzwischen auch in Großbritannien Fuß zu fassen. Seit Anfang 2008 gehört Chefkoch.de zu Gruner + Jahr. Rund acht Millionen Euro soll das  Medienhaus für die Kochseite gezahlt haben. Ein hoher Preis, doch Chefkoch.de passt perfekt zum Essensangebot von Gruner + Jahr – bereits seit 1972 geben die Hamburger die Zeitschrift “Essen & Trinken” heraus. Bisher geht das Konzept auf: Chefkoch.de ist und bleibt vermutlich eine ganz große Nummer im heiß umkämpften Essenssegment.

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